03. August 2015 M. L. Giesen
Irgendwie finde ich die Leseprobe bei Amazon etwas zu wenig.
Wenn ich bei anderen Leuten in die Bücher sehe, gibt es da viel mehr Seiten zu lesen.
Ich werde jetzt hier die ersten 24 Seiten rein setzen. Aber ich nehme die Trennstriche nicht raus.

Für den nachfolgenden Text liegen alle Rechte bei M.l.Giesen- Autorin.
Und nicht vergessen, es ist erst ab 16 Jahren aufwärts.

ISBN 978-3-86870-811-0

Copyright (2015) Re Di Roma-Verlag

Alle Rechte beim Autor

www.rediroma-verlag.de
13,95 Euro (D)

Lieber Leser!

Ich hoffe, dieses Buch wird nicht eines Tages nur dadurch be-kannt, weil es den Beititel bekommt; Als meine Fehler laufen lern-ten.
Einem Lektor sind diese geschriebenen Wörter genau so unbe-kannt, wie dir lieber Leser, sein Autor.
Solltest du Fehler entdecken, dann lächle und denke daran, dass Autoren auch nur Menschen sind.
Und freue dich mit mir, dass ich mich getraut habe, meine Ge-schichte zu veröffentlichen.
Mögest du in sie eintauchen, so wie ich es immer wieder tu.

Liebe Grüße, M.L.Giesen


Dramatis Personae

Renaldo Renaldidi von Atschania, 185 Jahre alt.
Durch einen Fluch kann er nicht im Dämmerlicht, dem Land der Götter bleiben und der Tod schickt ihn jedes mal zurück, wenn er stirbt. Doch seine Wunden brauchen ihre Zeit zum Heilen.
Als mittelloser Bastard führt er ein kriegerisches Leben und fühlt sich nirgends willkommen. Auch er trägt das Erbe der ewigen Ju-gend in sich. Blaue Augen und weiße Haare stempeln ihn als Außenseiter ab im Land der Kurzlebigen, wie auch im Land der langlebigen Arben.
Er besitzt die Gabe eines Gestaltwandlers und ist der Weiße-Drache. Schon seit tausenden von Jahren gab es keinen Weißen-Drachen mehr mit der Macht des Feuers, doch er will dieses Schicksal nicht.

Frankanas, Barde von Firndorn, 1323 Jahre alt.
Er ist ein reicher adeliger Arbe mit großem Einfluss und ist ge-wohnt, dass man sich ihm beugt. Außer seinen Liedern frönt er auch noch anderen Neigungen, die er voll genießt, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Das Erbe seines Volkes ist die ewige Ju-gend und ein langes Leben, so lange ihn keiner tötet.

Dravos, Fürst der Wolfskrieger, 1567 Jahre alt.
Freundlich im Wesen, immer mit einem Lächeln im Gesicht ist er trotz allem ein Wolf, ein Gestaltwandler. Diese Gabe wurde sei-nem Volk erhalten, aber es ist nicht mehr so groß, wie zur Zeit der Drachenkriege. Seine Heimat ist der Ewige-Sommerwald der Wöl-fe.
Er gehört zum Volk der langlebigen Arben und hat seit 600 Jahren eine Liebschaft mit dem Barden Frankanas. Er kommt und geht und nimmt es mit der Treue nicht so genau, er ist halt ein Wolf. Doch als der Drachenkrieger in das Leben des Barden tritt, hat das Wort Eifersucht für den Wolf einen üblen Beigeschmack- Angst.
Angst, die Liebe seines Barden zu verlieren.

Eltras, ein Arbe von Firndorn, 800 Jahre alt.
Er widmet sich der Kunst der Bilder, und geht eine Beziehung mit Frankanas ein. Doch die macht ihn nicht glücklich, da auch er nur ein Spielzeug ist, dass die Lust des Barden stillt. Und doch würde er alles für diesen Mann tun.

Rochon, ein Schlangenkrieger aus Elschandei, 12068 Jahre alt.
Seine Heimat ist die Wüste und er ist ein Freund des Barden. Sein Volk besitzt die Gabe, die Gestalt einer Schlange anzunehmen und kennt sich mit Giften aus.
Rochon hat auch die Macht des Geistlesers, was ihm die Möglich-keit gibt, in den Erinnerungen anderer zu forschen. Seine charisma-tische Art täuscht viele über seine wahren Beweggründe, denn er will nur seinen Gefährten Rondor zurück, den er seit 4000 Jahren sucht.

Hadis, ein Arbe in Firndorn, 7020 Jahre alt.
Besitzer und Wirt von der Spelunke

Hadon, ein Arbe in Firndorn, 4509 Jahre alt.
Anführer der Musikergruppe in der Spelunke

Aus den Erinnerungen des Drachenkriegers

Ronna, eine Kurzlebige, 70 Jahre alt
Sie lebt im Dorf am Ende der Welt, wie sie ihr abgeschiedenes Dorf liebevoll bezeichnet und zog den Drachenkrieger trotz ihres hohen Alters auf, als seine Mutter ihn im Gasthof nach seiner Ge-burt liegen lies. Sie brachte ihm alles über Kräuter bei.

Ulhir, ein alter Mönch
Im Drachenkloster lernte er im Alter von 22 lesen und schreiben, Fremdsprachen und kämpfen.


Meine Sinne kehren langsam zurück, aber noch fällt es mir schwer, mich zu erinnern. Ich versuche, den Nebel aus meinen Gedanken zu vertreiben. Dies ermüdet mich und ich gleite zurück in den Schlaf. Etwas später lässt ein Geräusch mich erneut wach werden und ich habe den Eindruck in einem Käfig zu sitzen, denn ich spü-re Gitterstäbe, die sich unangenehm an meine Haut drücken. Ich schüttle den Rest der Benommenheit von mir ab und kann das Ge-räusch zuordnen, das mich geweckt hat. Und bin alles andere als erfreut darüber, dass ich mich in einem fahrenden Käfig befinde. Es war das Rumpeln der Räder, das mich aus dem Schlaf holte.
Ich blicke in bekannte Gesichter und es scheint früh am Abend zu sein. Schmutzige Decken, die über den Gitterstäben hängen, wei-sen an einigen Stellen Risse auf, sodass das Licht, das durch sie in unseren Käfig fällt, den Eindruck eines späten Tages vermittelt. Man hat uns in diesem fahrenden Gefängnis eingesperrt wie Vieh, das auf dem Weg zum Schlachthof ist.
Die Zunge klebt mir am Gaumen und ich verspüre Durst. Einer der Männer bietet mir in einem dreckigen Becher abgestandenes, übel riechendes Wasser an. Ich muss mich überwinden ihn zu lee-ren und habe kein Verlangen nach mehr, obwohl diese paar Schluck Brühe meinen Durst nicht gelöscht haben. Sie hinterlassen einen ekeligen Geschmack und der Geruch von Urin, Kot, Blut, und Kotze trägt auch nicht gerade zu einem besseren Gefühl bei. Ich frage nicht, was das Summen der Todesfliegen bedeutet, das ich erst jetzt bewusst höre. Drei tote Krieger liegen in unserem menschenunwürdigen Gefängnis. Es macht mich wütend, dass man uns nicht die Möglichkeit gibt, sie würdig zu begraben.
Ich frage meine Männer, ob sie sich an irgendetwas erinnern, wo-raus man schließen kann, in wessen Feindeshände wir uns befin-den. Sie können nur das berichten, was in jener Nacht auf dem Schlachtfeld geschah.
So gehe ich in Gedanken ein Stück in meiner Erinnerung zurück zu dem Ort, wo unser jetziger Zustand seinen Anfang nahm.
Ich war damals schon Hauptmann, als uns die Waffen nach Bat-scharien, in das Land der langlebigen Arbenvölker führten. Einige trugen ihren Krieg in die Länder der Kurzlebigen, um sich das zu-rückzuholen, was sie ihnen in einer sagenumwobenen Vergangen-heit genommen haben.
Nachdem wir das Reisetor fanden, durch das sie zu uns kamen, beschlossen unsere Generäle, dass wir den Tod zu ihnen bringen. Wir brannten Dörfer und kleine Städte nieder, unterbrachen ihre Versorgung. Der Feind zog sich zurück und wir blieben ihm un-barmherzig auf den Fersen. Dass sie uns letztendlich in eine Falle lockten, konnte keiner von uns ahnen.
Die zwei Monde spendeten in jener Nacht genug Helligkeit, so-dass tief unter ihnen in ihrem Zwielicht die Schlacht in der grauen Ruhlansteppe weiter tobte. Unsere Feinde tränkten mit ihrem Blut den Boden, doch auch aus unseren Reihen haben tapfere Krieger ihre letzte Reise zu ihren Göttern angetreten. Der Kriegsgott stillte in dieser unheilvollen Nacht seinen Hunger an den armen Seelen der Gefallenen.
Wir kämpften mit dem Mut der Verzweiflung und so langsam wendete sich das Blatt zu unseren Gunsten.
Dass der graue Himmel sich verdunkelte, davon nahm niemand Notiz. Der Feind forderte unsere ganze Aufmerksamkeit. Als mei-ne Ohren in einer Atempause für einen winzigen Moment das leise Geräusch von schlagenden Flügeln vernahm, erhob ich meinen Blick.
Dies hätte mir beinah das Leben gekostet, nur indem ich mich nach hinten in das Blut meiner Feinde fallen ließ, entkam ich dem gefiederten Tod. Was ich sah, ließ meine Seele frieren.
Graue Flugtiere, auf denen ein uns überlegender Feind saß, ver-dunkelten den Himmel. Unsere Gegner am Boden fassten neuen Mut und sie sangen Lieder, während ihr Stahl Leben nahm, als die Reiter in der Luft Gefäße auf uns warfen.
Sie platzten am Boden auf und weißer Rauch quoll aus ihnen, der sich schnell ausbreitete. Ungläubig musste ich mit ansehen, wie meine Krieger ihre Waffen fallen ließen und zu Boden sanken. Unsere Feinde blieben von diesem Rauch verschont. Arben blick-ten mich mit kalten Augen an, während ich keuchend nach Luft ringend zu Boden sank. Als ich wieder zu mir kam, befand ich mich in diesem Käfig.

Mir fällt auf, während ich meine Männer betrachte, dass nur junge Krieger mich umgeben. Was ist mit den Älteren geschehen? Vage vermute ich, dass sie auf dem Schlachtfeld geblieben sind, getötet von unseren Entführern.
Ich vernehme leise Stimmen, das Schnauben von Pferden, das Rumpeln von Rädern und schließe daraus, dass wir nicht die einzi-gen Gefangenen sind. Aber wer sind unsere Wächter? Nach dem Knall einer Peitsche schreit jemand qualvoll auf, begleitet von einem hässlichen Lachen.
Mein Versuch, ein Ende der Decken anzuheben, um einen Blick auf unsere Feinde zu erhaschen, wird mit einem zischenden Peit-schenhieb bestraft. Ihr Biss frisst sich schmerzvoll in meinen Unterarm und trinkt mein Blut.
Es reicht nicht, uns in diese unwürdigen Käfige zu sperren, wir werden zusätzlich streng bewacht. Ich frage mich warum, zumal unter uns keine Hochgeborenen sind, deren Gewicht man mit Gold aufwiegen kann. Die haben es vorgezogen, diese Schlacht auf den Kartentisch zu gewinnen, weit weg von Bruder Tod.
Wohin bringt man uns? Keiner weiß, wie lange wir unterwegs sind. Durch die schwüle Luft verwesen die Leichen schnell und ihr Gestank erschwert uns das Atmen. Der Schweiß rinnt uns aus den Poren und einige haben ihre Stiefel und Oberkleidung ausgezogen. Hunger und Durst schwächt uns und wir haben keine Möglichkeit, unsere Wunden zu versorgen. So bleibt es nicht aus, dass zwei wei-tere Krieger zu ihren Göttern gehen.
Die Todesfliegen umschwirren auch uns und so ist immer einer damit beschäftigt, sie zu verscheuchen. Sie waren schon auf dem Schlachtfeld eine Plage. Die Zeit in diesem Käfig ist zäh, dieses ungewisse Schicksal zerrt an unseren Nerven.
Ich schnappe leise Wörter in einer mir fremden Sprache von unse-ren Wächtern auf, doch sie klingen gedämpft, als ob sie eine Maske tragen. Zu einer ungewöhnlichen Zeit halten wir an, die letzte Rast der Zugtiere liegt nicht lange zurück. Hatte ich nicht den Eindruck, als ob es steil hinunter ging?
Grelles Licht blendet uns, als man die Käfigtür öffnet und uns hinaus scheucht. Da wir nicht schnell genug sind, hilft man mit Speeren nach, die sie durch die Gitter stoßen.
Vor uns steht ein Wasserbecken und als einige Gefangene darauf zueilen, schlagen Wächter mit ihren Peitschen auf sie ein. Einer spricht mich mit einem harten Akzent an und es dauert einen Mo-ment, bis ich den Sinn seiner Worte verstehe. Zu meinen Männern sage ich: „Sie verlangen, dass wir uns ausziehen, die Kleidung in das Feuer werfen und säubern. Wer Wasser trinkt, wird ausge-peitscht.“
Diszipliniert stellen sie sich auf, der Erste zieht seine Kleidung aus, wirft sie in das Feuer und geht in das Wasserbecken. Da ich der Letzte in der Reihe bin, nutze ich die Gelegenheit und zähle sie. Es sind Hundert, übrig von Tausend, die erschlagen und zer-stückelt auf dem Schlachtfeld liegen, wo Baumratten und Wölfe sich an ihnen satt fressen.
Sklaven betätigen die Wasserpumpen. Anscheinend legt man großen Wert darauf, dass wir sauber sind. Obwohl ich eher denke, dass sie verhindern wollen, dass wir irgendwelche Krankheiten einschleppen.
Ich betrachte die Umgebung und sehe hohe Felsen, die diesen Ort umschließen. An Felswänden schmiegen sich zweistöckige Bauten mit flachen Dächern, doch sie wirken trostlos mit dem ver-gitterten Fenstern und dem fast farblosen Efeu, der versucht, ihre Wände zu erobern. Es gibt nur einen Zugang, denn ich meine, das Knirschen von Scharnieren gehört zu haben, als ein Tor hinter uns geschlossen wurde.
Wir befinden uns auf einem Platz, der im Halbkreis von einer Sitztribüne abgegrenzt wird. Dahinter macht eine hohe Mauer mit Wachtürmen jeden Fluchtgedanken zunichte. Mit anderen Worten, ein perfektes Gefängnis. In der Mitte der Häuser entdecke ich einen Durchgang, den ein schweres Eisentor versperrt.
Die Reihe vor mir wird kürzer und unsere schwer bewaffneten Wächter tragen immer noch ihre Masken. Auf den Türmen und Dächern halten Bogenschützen ein wachsames Auge auf uns. Wü-tend zerre ich meine schwarze Lederkleidung vom Leib. Doch als ich sie in das Feuer werfen will, kommen Sklaven auf mich zu und fordern sie ein. Ich lasse mich in das kalte Wasser fallen, genieße trotz der Umstände das Gefühl von Sauberkeit und ignoriere die Blicke unserer Wächter.
Anschließend bringen Sklaven Eimer mit Wasser und Kellen, endlich dürfen wir so viel trinken, wie wir wollen. Ruhig stellen sich meine Männer in zwei Reihen auf. Danach bekommt jeder eine Decke und ein Stück Brot, bevor man uns in eine geräumige Ge-fängniszelle sperrt. Der Boden ist sauber und es gibt genug Platz, um sich hinzulegen. Ich steuere eine Ecke an, die man mir, ohne zu murren überlässt. Nicht weit von mir liegen zwei, die miteinander befreundet sind und niemand stört sich daran, dass sie sich gegen-seitig Trost geben. Ihr leises Stöhnen begleitet mich in den Schlaf.
Am nächsten Morgen werde ich von dem Geruch von frischem Brot wach, dass mir jemand vor die Nase hält. „Wach auf, mein Hauptmann. Es gibt etwas, das solltest du dir ansehen.“
Meine Männer stehen im Kreis und öffnen eine Gasse für mich. Entsetzt blicke ich auf die zwei Toten, die entmannt auf dem Bo-den liegen. Am Gitter steht der Anführer unserer Feinde. Er trägt keine Maske und schwarzes Haar umrahmt sein stolzes Gesicht. Auch wenn er fast flüstert, so höre ich dennoch seine Worte. „Unsere Gebieterin duldet so etwas nicht!“
Wütend frage ich: „Hätte töten nicht gereicht? Musstet ihr ihnen auch noch ihre Würde nehmen?“
„Wir können euch nichts wegnehmen, was ihr nicht habt“, ant-wortet er mit kalter Stimme.
„Wer seid ihr, dass ihr euch anmaßt, darüber zu richten“, frage ich. Schweigend geht er, bleibt auf halben Weg stehen, dreht sich um und blickt mich spöttisch an.
„Hast du es immer noch nicht begriffen? Wir sind euer Tod!“ „Warum, sag mir warum“, und ich habe Mühe, meine Stimme ruhig klingen zu lassen.
Schon allein für sein süffisantes Lächeln hätte ich ihm den Hals umdrehen können, als er äußert. „Weil ich es kann. So einfach ist das.“
Ich spüre ihr Entsetzen und ihre Verzweiflung, als meinen Män-nern die Tragweite dieser Worte bewusst wird. Einer drückt mir ein Stück Brot in meine Hand und sagt mit belegter Stimme: „Lass gut sein, mein Hauptmann, auch uns fehlen die Worte.“ Den Rest des Tages verbringe ich schweigend. Das leise Murmeln meiner Krieger begleitet mich in den Schlaf.
Nach einer zu kurzen unruhigen Nacht mit bösen Träumen we-cken mich aufgeregte Stimmen. Unsere Wächter scheuchen uns aus der Zelle. Grelles Sonnenlicht blendet mich, als ich nach draußen stolpere. Wir müssen uns in vier Reihen aufstellen. Auf der Tribüne sitzt ein Publikum, das uns voller Hass anstarrt.
Sie sind hier, weil sie Blut sehen wollen. Unser Blut! Auf den Dächern stehen Bogenschützen, die ihre angelegten Pfeile auf uns gerichtet halten.
Krieger treten vor, nehmen ihre Umhänge und Masken ab. Das Publikum jubelt ihnen zu. Es sind Schwarzarben und ich frage mich, weshalb sie uns gefangen nahmen. Mit ihnen lagen wir nicht im Krieg. Warum haben sie sich mit unseren Feinden verbündet? Seltsam finde ich, dass ich nur meine Männer sehe. Einige erzähl-ten mir, dass es auch andere Gefangene gibt.
Erbarmungslos mustern sie uns und zerren einen aus unserer Mit-te. Speere werden auf mich gerichtet, als ich mich an seine Seite stellen will. Ein blondhaariger Arbe stößt mich zurück. Seine grü-nen Augen versuchen, mich einzuschätzen. Trotzig erwidere ich seinen Blick. Erstaunt weiten sich seine Pupillen, als er den Dra-chenkrieger in mir erkennt. Er geht, dreht sich aber noch mal um und sieht mich nachdenklich an. Warum teilt er sein Wissen nicht den Anderen mit?
Böse Rufe kommen aus den Reihen des Publikums. Mein Mann steht verloren in der Mitte des Platzes. Er hat eine Familie, die ver-geblich auf ihn warten wird. Er weiß, dass der Tod ihn heute er-wartet. Mutig blickt er ihm ins Auge. Es wird ruhig, als zwei Krie-gerinnen den Platz betreten. Hilflos muss ich zusehen, wie sie ihn hinrichten. Wachsame Wächter hindern mich daran, ihm zu Hilfe zu eilen. Die Kriegerinnen stechen weiter auf ihn ein, als er blutend am Boden liegt und lachen über seine Schreie.
Einer unserer Wächter ist kurz unaufmerksam und ich stoße ihn zu Boden, zerre ihm seinen Speer aus der Hand. Mit ein paar schnellen Sätzen bin ich bei den Kriegerinnen und reiße einer mit der Speerklinge den Bauch auf. Aus einer Drehung heraus jage ich der anderen die Klinge durch ihre Kehle.
Mit Zorn in meinen Augen schleudere ich den Speer von mir, als Pfeile warnend vor den Füßen meiner Männer in den Boden zi-schen.
Die Zeit bleibt stehen, als der Speer sich in ein schlagendes Herz bohrt und der blondhaarige Arbe in die Knie bricht. Seine Hände umfassen den Schaft und grüne Augen blicken mich ungläubig an, während das Leben aus ihnen flieht.
Ich löse mich von seinem Anblick und eile zu meinem am Boden liegenden Mann. Er will etwas sagen, aber außer einem leisen Stöhnen kommt nichts über seine Lippen. Ich setze mich zu ihm und halte ihn in meinen Armen. Er lächelt, als er zu seinen Göttern eilt und mit Hass im Herzen stehe ich auf.
Lachend richten sie ihre Speere auf meine Männer und nehmen zwanzig Leben. Einfach so, weil sie es können. Danach scheuchen sie den Rest zurück in die Zelle. Ich will mich ihnen anschließen, doch man hindert mich daran. Sklaven kommen und bringen die Leichen meiner Männer fort. Der Anführer der Schwarzarben be-tritt den Platz. Seine Stimme klingt eisig.
„Du hast zwei meiner Kriegerinnen brutal abgeschlachtet. Bist du jetzt zufrieden?“ Ich erwidere seinen kalten Blick und antworte: „Ich gehe mal davon aus, dass dies hier gerade keine Hinrichtung meiner Männer war. Klär mich auf, falls du das kannst.“ Er meint lachend: „Nenn es Rache, wenn du damit besser schlafen kannst, Hauptmann der Toten.“
Mit diesen Worten lässt er mich stehen, kehrt mir den Rücken zu. Ein brutaler Schlag in mein Kreuz lässt mich zu Boden krachen, als ich mich auf ihn stürzen will. Ein Krieger greift in mein Haar, zwingt mich auf die Knie und hält eine Rundklinge an meine Keh-le. Ich spüre den Druck der scharfen Schneide an meiner Haut und stelle mir vor, wie sie durch meine Kehle gleitet und ich qualvoll nach Luft schnappend an meinem Blut ersticke.
Eine zornige Stimme ertönt. „Nein, ihn werde ich mit Vergnügen persönlich zu Tode foltern, wenn seine Männer tot sind.“ Man zerrt mich hoch, reißt meine Arme nach hinten und bindet meine Hände zusammen. Sie schleifen mich zu einen Pfahl und ketten mich mit Armschellen an ihn. Ein Schwarzarbe flüstert voller Hass in mein Ohr, als mein Blick auf den toten Arben fällt.
„Dieser Verräter! Tausend Leiden und mehr werden nicht ausrei-chen dafür, dass du uns um unsere Rache betrogen hast. Wie fühlt es sich an, wenn man aus Unwissenheit einen Verbündeten tötet?“
Er schlägt mir noch in den Magen, bevor er geht. Das Publikum ist auch fort und so wie es den Anschein hat, muss ich die Nacht hier am Pfahl verbringen. Wenn nur der Durst mich nicht so quälen würde. Um mich davon abzulenken, betrachte ich meine Feinde.
Die meisten haben schwarzes langes Haar, das sie offen tragen. Ihre schlanken Körper sind durchtrainiert, ihre Augen dunkelbraun und ihre Haut ist leicht gebräunt. Sie sind gefährlich und ernst zu nehmende Gegner, denn ihre Fechtkunst ist legendär. Ihr Stolz erweckt bei vielen den Eindruck eines arroganten Volkes. Wer nicht auf gleicher Stufe mit ihnen steht, ist in ihren Augen Ab-schaum.
Der Schein der zwei Monde leuchtet mir ins Gesicht und der Nachtwind lässt mich frieren. Auch habe ich ein dringendes Be-dürfnis und spreche meine Wachen darauf an. „Meine Blase drückt.“ Sie äußern höhnisch: „Sollen wir ihn dir halten oder was?“ Als ich uriniere, fluchen sie: „Barbarischer Abschaum, verdammt sollt ihr sein. Was wollen die Götter mit Ungeziefer?“
Irgendwann ist diese Nacht vorbei und ich betrachte den Him-mel, als der Tag anbricht. Das Phänomen, dass sein Blau immer mehr verblasst, beobachte ich schon seit vielen Jahren. Auch die Hexer wussten nicht, warum dies so ist. Man kann durch einen tiefen Wald mit grauen Himmel reiten, ein paar Tage später kommt man in ein Dorf mit blauen Himmel. Etliche Orte weiter kann das schon wieder anders sein.
Viele neue Tempel wuchsen wie Unkraut empor, selbst in den entlegensten Orten. Der Ruf nach den Göttern wurde groß in An-betracht der Veränderung, dessen Ursprung niemand kennt. Sie haben Reisetore, die den Weg verkürzen, aber dass der Himmel sich verändert, schieben sie auf die Magie und die Hexer. Hauptsa-che die Sonne bleibt rot und warm, weiter denken die meisten Völker nicht.
Ich denke, es muss mit den Drachenkriegen zu tun haben, die vor sechstausend Jahren vieles veränderten. Sie gingen als der tausend-jährige rote Tod in die Geschichte ein. Damals wurde dieses Phä-nomen das erste Mal entdeckt. So stand es in den Chroniken vom Drachenkloster. Es soll ganze Landstriche mit einen grauen Him-mel geben.
Ich blicke erstaunt auf, als ein Arbenhexer den Platz betritt. Er malt mit Hingabe und Vorsicht mit weißem Pulver Runen auf den Erdboden. Anschließend zieht er einen großen Kreis um sie, den er nicht betretet. Er lässt eine Stelle frei und bleibt abwartend stehen.
Die Sitzbänke bleiben leer. Schwarzarben scheuchen fünf von meinen Männern vor sich her und stoßen sie in den Kreis. Der Hexer schließt die Lücke. Krieger erscheinen, stellen sich im Halb-kreis auf und verbergen ihr Gesicht hinter Masken. Ihr Anführer tritt an meine rechte Seite und raunt mir zu: „Fühle dich geehrt. Heute gibt es eine Sondervorstellung, nur für dich.“
Unnatürlich laut höre ich die Herzen meiner Männer schlagen, als der Arbenhexer mir roten Rauch in mein Gesicht haucht. Ich fühle ihre Angst und es kommt mir vor, als ob ich mich mitten unter ih-nen befinde, obwohl ich mir des Pfahles in meinem Rücken be-wusst bin. Die Enge der Schellen macht meine Oberarme taub und jede Bewegung ruft schmerzhafte Stiche hervor. Wie kann ich an zwei Orten gleichzeitig sein?
Mein Atem geht heftig, als die Angst mich einfangen will. Ich ta-ste mit den gefesselten Händen über das Holz und denke, dies hier ist real. Auch fühle ich die feuchte Erde unter meinen nackten Fü-ßen. Dann spüre ich die Stille, in der sich das Böse verbirgt. Es ist, als ob eine Faust sich um meine Seele legt und mir den Mut zum Leben nimmt. Tränen um das Verlorene rinnen über mein Gesicht.
Ich erkenne die Hoffnungslosigkeit in ihren Gesichtern, als sie zu mir sehen. Sie sind im weißen Kreis gefangen und können seine Grenzen nicht überschreiten. Die Runen ängstigen sie, als sie in hektische Bewegungen geraten, sich zu grotesken Wesen formen. Mit jedem Atemzug nehmen sie festere Konturen an. Nebel tritt aus dem Boden und verhüllt ihre wahren Gestalten vor unseren Augen. Noch!
Eine Eiseskälte nimmt von mir Besitz, als ich den Ruf des Todes höre. Der Schwarzarbenanführer neben mir lacht hämisch, als ich an meinen Fesseln zerre.
Weit entfernt und doch so nah heult ein Wolf. Die Klage über seine Einsamkeit erschüttert mich. Der Nebel verzieht sich, die Verwandlung ist abgeschlossen und ich meine, das fröhliche La-chen einer Frau zu hören. Oder gaukelt meine Hilflosigkeit mir die Sehnsucht nach einer Hoffnung vor, die ich hier nicht finden wer-de?
Meine Männer keuchen vor Schreck auf. Sie werden mit einem Feind konfrontiert, gegen den sie keine Chance haben.
Zehn schwarze Wölfe, die aus dem Reich der Magie gekommen sind, um die Seelen ihrer Opfer zu holen. Meine Männer stehen Rücken an Rücken, wohl wissend, dass es vor diesem Tod kein Entkommen geben wird.
Unsere Feinde überlassen nichts dem Zufall. Zehn Wölfe gegen fünf nackte geschwächte, waffenlose Krieger. Eine grausame Iro-nie des Schicksals, denn sie hätten auch gegen die Hälfte keine Chance gehabt.
Die Bestien umkreisen paarweise erbarmungslos ihre Beute, neh-men ihren Geruch auf und laben sich an ihrer Furcht. Lautlos grei-fen sie an und meine Männer wehren ihre Bisse vergebens mit ihren Händen ab. Das erste Blut fließt. Die Verletzungen sind schmerz-haft und brennen wie Feuer. Ich fühle ihre Qual, fühle die Glut, die sich durch ihre Wunden frisst, als ein Arbe mir seine Peitsche über meinen Körper zieht. Heiß rinnt mein Blut zu Boden.
Die Wölfe haben ihre Opfer gewählt und lassen von ihnen ab. Da es nur fünf gibt, werden sie um sie kämpfen. Schwerverletzt liegen meine Männer am Boden und müssen hilflos mit ansehen, wie die Wölfe brutal übereinander herfallen.
Sie teilen sich in zwei Gruppen auf und beginnen mit ihrem eige-nen Todestanz. Sie fletschen ihre Zähne bis zum Ansatz. Tief aus ihrem Innern kommt das Grollen ihrer Kehlen, als sie sich auf ihre Rivalen stürzen und sich in deren Hälse verbeißen. Ihr Blut verätzt den Boden und schwarzer Rauch quillt aus den Wunden, die sie sich zufügen. Sie haben auch für Ihresgleichen kein Erbarmen und zerreißen ihre Gegner mit Hass und dem eisernen Willen zu siegen.
Die Herzen meiner Männer schlagen durch meine Brust. Der Rhythmus ihres schwindenden Lebens droht mich zu zerbrechen. Es fühlt sich so echt an.
Dies macht es mir schwer, den Unterschied zwischen Magie und Realität zu spüren. Einer der Männer hat sich erhoben und sieht zu mir. „Hauptmann, geh dagegen an. Dies ist nicht dein Kampf!“ Seine Worte brechen den Bann und ich kann wieder frei atmen. Doch es ist noch nicht vorbei.
Die toten Bestien lösen sich in Rauch auf und ich höre ihr ent-setztes Jaulen, als sie zu dem Ort zurückkehren, von dem sie ge-kommen sind. Für einen kurzen Moment sehe ich verbrannte Erde und bleiche Knochen. Entsetzt schließe ich meine Augen.
„Gefällt dir nicht, was du gesehen hast? Gewöhne dich daran, denn wenn ich mit dir fertig bin, wirst du dich zu diesen Knochen gesellen.“ Der Schwarzarbe verbirgt die Gehässigkeit in seiner Stimme nicht vor mir.
Leise antworte ich: „Wenn dies ein Traum von dir ist, muss ich dich enttäuschen. Es liegt nicht in meiner Absicht, ihn dir zu erfül-len. Eines Tages werde ich kommen und dir dein Leben nehmen.“
Er lacht über meine Worte und meint: „Wir werden ja sehen, wes-sen Vision sich erfüllen wird.“
„Dies ist kein Traum von mir“, entgegne ich.
Ironisch zieht er eine Augenbraue hoch. „Wenn es das nicht ist, was ist es dann?“ „Ein Versprechen“, flüstere ich.
Schweigend wendet er sich dem Kreis zu.
Fünf stolze Sieger stehen lauernd vor meinen Leuten. Sie so ster-ben zu sehen, erschüttert mich bis auf den Grund meiner Seele. Mit ihnen habe ich gelacht und getrunken, gekämpft und gesiegt. Sie sollten zu Hause sein, nicht hier an diesem verfluchten Ort.
Ich vernehme ihr böses Knurren, als sie langsam auf ihre Opfer zugehen. Die Männer weichen zurück und schlagen verzweifelt mit ihren blutigen Händen gegen eine unsichtbare Barriere, als sie an die weiße Linie kommen.
Statt sie sofort zu töten, spielen die Wölfe mit ihnen. Grausam la-ben sie sich an ihrer Furcht, trinken ihr Blut, saugen ihnen ihre See-le aus. Zerfetzen ihre Erinnerungen mit ihren Krallen, nähren sich von ihrer Angst und ihrem Schmerz. Die qualvollen Todesschreie ihrer Opfer ist Musik in ihren Ohren.
Als ihre Herzen aufhören zu schlagen, steigt schwarzer Nebel aus dem Boden, der die Gestalt einer Frau umtanzt. Ihr langes rotes Gewand erinnert mich an ein Gemälde, das ich im Haus über dem Bett eines Adeligen sah, dessen Leben ich nahm.

Unter einem grauen Himmel starren regungslose Krieger mit leeren Augen über eine düstere Landschaft, während ihr rotes Blut als Wasserfall in die Dunkelheit stürzt. In der Ferne steht eine Frau in einem roten Gewand und verbirgt ihr Gesicht hinter einer Maske.

Irgendwie kommt mir der Gedanke, dass diese Frau ihr Antlitz vor mir verbirgt. Auch frage ich mich, wer sie ist, als ich den Hauch ihrer Grausamkeit spüre, während sie das Geschenk der Wölfe an-nimmt. Fünf Seelen, die dazu verdammt sind, ihr bis in alle Ewig-keit zu dienen. Sie verschwindet genauso geheimnisvoll im Nebel, wie sie erschienen ist.
Die Wölfe bleiben zurück. Ihr Hunger ist noch nicht gestillt und mit gierigen Augen sehen zu mir. Einer nimmt Anlauf, setzt zum Sprung an. Enttäuscht jault er auf, als er gegen eine unsichtbare Wand klatscht.
Auch er kann die weiße Linie nicht übertreten. Ich bin entsetzt über die Lust zum Töten in seiner Mimik, als sich unsere Blicke kreuzen. Für einen Augenblick sehe ich durch seine Augen und nehme wahr, was er sieht.

Ein einsamer Krieger gefesselt an einem Pfahl, der Boden unter seinen Füßen durchtränkt von seinem Blut. Getrockneter Schweiß auf seiner Haut, Tränen auf seinem Gesicht, Hass in seinen Augen.

Meine zerrissene Seele schreit ihm eine Botschaft entgegen. Qual-voll keuche ich auf, als ich wieder den Wolf vor mir sehe. Nebel steigt aus den Boden und verhüllt die Bestien. Als er sich verzieht, sind auch sie fort.
Zurück bleiben verwischte Runen, vermischt mit dem Blut meiner Männer, die regungslos am Boden liegen und mit leeren Augen in den grauen Himmel starren.
Nur der Hexer ist noch da. Der Zahn der Zeit hat Furchen in sein einst schönes Gesicht gegraben. Wie ist das möglich, da das Alter dieses Volk nicht berührt.
Stillschweigend betrachtet er mich. Erkenne ich Mitleid in seinen Augen? Er murmelt Wörter in einer mir fremden Zunge, und wie durch Magie lösen sich meine Fesseln. Schmerzhaft kehrt das Le-ben in meine tauben Glieder zurück, als ich zum Becken gehen will, um mich zu säubern. Vier Wächter versperren mir den Weg, scheuchen mich wüst schimpfend zu dem Gefängnis.
Unnatürlich laut klingt das Knirschen der Scharniere, als einer mit einem rostigen Schlüssel die Zellentür aufsperrt. Er stößt mich hi-nein und knallt sie wütend hinter mir zu. Ich stürze zu Boden und halte meinen Blick gesenkt. Meinen Männern kann ich jetzt nicht in die Augen sehen. Tahres, mein engster Berater spricht mich an: „Komm Hauptmann, lass mich dein Blut abwaschen.“
Tränen rinnen über mein Gesicht, als ich leise sage: „Bei den Göt-tern, was habe ich getan?“ Ich schiebe seine Hand fort und flüste-re: „Nein, ich will nicht, dass ihr Trinkwasser vergeudet.“ Müde erhebe ich mich und gehe in meine Ecke, setze mich mit dem Rü-cken zur Wand. Doch die Bilder des Grauens kann ich nicht aus meinem Geist vertreiben. Wie aus weiter Ferne meine ich, immer noch ihre qualvollen Laute zu hören, und bin dankbar für das Schweigen meiner Männer. Was hätte ich auch sagen sollen?
Sie haben die Schreie gehört. Einige sehen immer wieder zu der Tür, obwohl sie wissen, dass sie nicht mehr zu uns kommen wer-den. Viele habe ich sterben sehen, als sie ihr Blut vergossen zum Wohle ihrer Heimat. Doch dieser Krieg war von Anfang an Wahn-sinn. Unschuldige ließen ihr Leben für den Stolz und den Hochmut der Adeligen.
Tahres unterbricht meine Gedanken. Verlegen steht er vor mir und hält mir eine Kelle mit Wasser hin. „Du siehst aus, als ob du etwas Schreckliches gesehen hast. Mein Hauptmann, wie lange kämpfe ich schon an deiner Seite? Die Männer sollten erfahren, was sie hier erwartet.“
Schweigend hören sie zu, während ich bedrückt erzähle, wie ihre Schwertbrüder ihr Leben aushauchten. Als ich ende, sind sie von der Grausamkeit unseres Feindes erschüttert.
Unter der Folter zu sterben, mit diesen Gedanken haben sie abge-schlossen. Sie sind Krieger und ihnen ist bewusst, dass der Tod ihr ständiger Begleiter ist.
Sich von magischen Wölfen zerfetzen lassen, um dann bis in alle Ewigkeit der Sklave einer Dämonin zu sein, diesen Tod fürchten sie. Ich sehe die Verzweiflung in ihren Gesichtern und mir ist be-wusst, dass ich etwas sagen muss.
„Ich weiß, wie wichtig die Reise zu den Göttern für euch ist. Es tut mir in meiner Seele weh, dass der Feind euch dies nehmen wird. Leider steht es nicht in meiner Macht, das zu ändern. Sollte einer von uns diesen Wahnsinn überleben, so wird er alles tun, um eure Seelen zu retten. Hier können wir nur mit Mut und Hoffnung im Herzen sterben. Denn das ist es, was der Feind uns nehmen will. Er hat vergessen, dass auch wir Krieger sind.“
Einige lächeln zaghaft und dann fängt einer zu singen an. Erst lei-se, aber sein Lied gewinnt an Kraft, als andere Stimmen mit einfal-len. Tahres drückt kurz meinen Arm und dann steigt auch er mit weittragender Stimme in den Gesang mit ein.

Morgen, da werde ich sterben und zu meinen Göttern gehen.
Doch heute werde ich singen, damit alle dies verstehen.
Zum Schutze und zum Wohle meiner Heimat zog ich in den Krieg.
Bruder Tod ritt an meiner Seite, führte mich von Sieg zu Sieg.
Doch ich werde nie vergessen, wie es zu Hause gewesen ist,
auch wenn mich morgen der kalte Mund des Todes küsst.
Ich schlief unter Bäumen, deren Kronen den Himmel berührten,
bevor böse Zungen und Taten mich in ein fremdes Land entführten.
Tote Freunde zu rächen, Lügen zu brechen, dafür zog ich den Stahl.
Ihr vergossenes unschuldiges Blut ließ mir keine andere Wahl.
Nicht lange wollte ich verweilen in des bösen Feindes Land,
doch dieses Schicksal liegt nun nicht mehr in meiner Hand.
So ziehe ich mit meinen Waffenbrüdern über fremde Erde,
und ich ahne, dass ich meine Heimat nie wiedersehen werde.
In den Reihen der toten Brüder, da werde ich morgen stehen,
und nie mehr den Himmel über meinen Bäumen sehen.
Denn Morgen werde ich sterben und zu meinen Göttern eilen.
Das Schicksal hat es so bestimmt,
ich darf nicht länger hier verweilen.
Doch heute werde ich singen, damit alle es verstehen,
warum mein Herz nicht mehr schlägt, warum ich musste gehen.

Dieses Lied hier an diesem Ort zu hören, lässt mich lächeln. Es ist gut, dass sie Erinnerungen teilen. Ihr Gemurmel begleitet mich in den Schlaf. Als ich nach ein paar Stunden aus ihm erwache, bin ich dankbar, dass die Träume fernblieben.
„Du bist wach, das ist gut“, begrüßt Tahres mich.
„Ist etwas passiert?“
„Sie haben uns Wasser und Brot gebracht. Schon seit Stunden hören wir die Trommeln.“
Ich seufze: „Sie werden ihre Toten zu den Göttern schicken. Dies ist nur eine kurze Frist. Wie geht es ihnen?“
„Du solltest dich zu ihnen setzen. Es macht ihnen Mut“, antwor-tet Tahres leise. Sie rücken zur Seite, als ich mich zu ihnen geselle. Meine letzten Männer, die Geschichten erzählen, lachen und scher-zen.
Am nächsten Tag wird der raue Klang der Trommeln lauter und auch in der Nacht verstummen sie nicht. Meine Männer singen und tanzen. Einige lieben sich, ungeachtet der Gefahr, die dies mit sich bringt. Manche machen ihre liebevollen Scherze darüber. So nutzt jeder die Stunden Leben, die ihm noch bleiben, auf seine Art und Weise.
Tahres gesellt sich zu mir: „Sieh dir diesen Haufen Barbaren an. Du wirst es vielleicht seltsam finden, aber ich freue mich auf die dummen Gesichter dieser arroganten Langlebigen. Wir werden das tun, was wir immer machen, wenn wir in die Schlacht ziehen und zeigen ihnen, wie wahre Krieger sterben. Wir werden singen, mein Hauptmann.“
Verdutzt sehe ich ihn an und muss ich über seine Worte lächeln. „Ich glaube nicht, dass ihnen dies gefallen wird. Sie mögen unsere Leben nehmen. Doch wie wir sterben, das können sie uns nicht nehmen. Komm lass uns singen, ich will tanzen.“
03. August 2015 M. L. Giesen
Es ist mir wichtig, das noch mal zu erwähnen: KRIEGERTRÄNEN ist nicht ab 12 geeignet. Leider bietet Amazon es immer noch so an.
Man kann mir schreiben- ma.ensiferum@t-online.de



Es gibt Leute, die finden den Gedanken schrecklich, dass sie mal im Rollstuhl landen könnten, sei es durch einen Unfall oder durch eine Krankheit.
Sätze, wie, wenn ich mal im Rollstuhl lande, dann bringe ich mich um, die finde ich einfach dumm.
Ich würde auch lieber laufen, rennen, durch Wälder reiten. Reiten, das habe Anfangs sehr vermisst.
Leider gibt es nun mal Sachen, auf die man keinen Einfluss hat. Man kann dann nur das Beste daraus machen.



Der Rollstuhl



Eines Tages habe ich mir endlich mal einen Rollstuhl verschreiben lassen. Ich war es leid, andauernd hinzufallen. Es kam immer öfters vor, dass ein Bein einfach wegsackte. Meistens geschah das unterwegs.
Das nächste Problem war, dass es mir schwer fiel, wieder hochzukommen. Was ich blöd fand, war, dass es echt Leute gab, die dachten, ich wäre betrunken.
Und das mir, die in ihrem Leben noch nie Alkohol angerührt hat. Meine Ärztin lag mir schon lange in den Ohren, dass ich mir einen Rollstuhl verschreiben lassen soll.
Wenn ich gewusst hätte, dass es dann so lange dauert, bis das Ding endlich da ist, hätte ich es schon viel eher gemacht.
Erst mal musste ich mir eine Firma suchen, die so etwas verkauft. In der Nähe, das wäre nicht schlecht. Na gut, etwas mit dem Bus fahren und laufen musste ich dann doch.
Dort bin ich erst mal Probe gefahren. Hätte nur noch gefehlt, dass ich dazu einen Führerschein brauche.
Tja, und dann hat es fast neun Monate gedauert, bis das Teil zu mir kam. Das war im Oktober 1997.
Eine kurze Einweisung, irgendwie. Da wurde etwas mal schnell aufgesagt, von wegen, dies ist so und das ist so. Noch unterschreiben, dass man das Teil bekommen hat und weg war er, der gute Mann.
Aber was solls, ich bin ja nicht dumm. Erst mal habe ich meine Hundeleinen an dem Rollstuhl befestigt und dann ging es los.
Der Fahrstuhl war nicht sehr groß. Der kleine Hund Mandy musste schon auf meinem Schoß, die Fußstützen aber auch. Hündin Bonsai war zwar groß, aber zum Glück schlank. Damit war der Fahrstuhl auch schon voll. Kleiner hätte er auch nicht sein dürfen.
Und dann waren wir draußen und es konnte losgehen. Weite Strecken waren kein Thema mehr und ich wusste, ich falle nie wieder hin und schlage mir meine Knie auf. Ich kam mir vor, als ob ich Auto fahre.
Nun lag überall das Laub auf den Wegen. Es kam schon vor, dass ich ab und zu ausgestiegen bin, um mit den Füßen den Weg vorzutasten, ob unter dem Laub eine Stufe ist. Anfangs, später nicht mehr, da kannte ich die Wege im Park.
Und ich war auch schneller unterwegs als zu Fuß. Immerhin sechs Stundenkilometer.
Das Einkaufen fiel auch leichter, zumal ich nichts mehr schleppen musste.
Wenn ich gewusst hätte, dass es für mich vieles leichter macht, hätte ich mir den Rollstuhl schon viel eher verschreiben lassen.
Für mich war es vom ersten Moment an normal, in einem Rollstuhl zu sitzen.
Immerhin habe ich ja noch Glück gehabt, dass es viele Jahre ohne ging, und ich wusste es ja, dass ich eines Tages mal einen brauche.
Zwei Jahre später bin ich dann in eine Rollstuhlwohnung umgezogen.
02. August 2015 M. L. Giesen
Wie ich mal erwähnte, habe ich schon immer kleine Geschichten geschrieben.
Einge sind ausgedacht, einige sind wahr. So wie diese hier.
Wenn ich unterwegs bin, reagieren die Leute unterschiedlich auf mich, der Rollstuhlfahrerin.
Meistens sind es gute Erfahrungen. Aber ab und zu gibt es dumme Leute, die auch dumme Kommentare ablassen.
Dabei ist Gesundheit nicht so selbstverständlich, wie immer viele glauben wollen.
Ein Unfall genügt schon, um in den Rollstuhl zu landen, für immer.
Und dann gibt es auch Leute wie mich, die damit geboren werden.

1969- Ein tolles Geschenk

Es gibt viele schlimme Krankheiten und die meisten davon sind bekannt.
Dann gibt es wieder welche, die keiner kennt, die man aber auch nicht haben muss.

Als ich siebzehn war, lag ich in Münster im Krankenhaus auf der Neurologie.
Natürlich dachte ich damals, dass dies eine Abteilung für Verrückte ist, und habe mich schon gefragt, was ich hier verloren habe.
Dumme Fragen musste ich beantworten, mir Bilder ansehen und sagen, was ich sehe und all so einen Unsinn. Jedes Wort von mir wurde aufgeschrieben, und dann mit meiner Hilfe anschließend zig mal durchgekaut.
Woher hätte ich wissen sollen, dass die Neurologie nicht nur Geisteskrankheiten beinhaltet.

Hier hat man mir auch das erste Mal Blut abgenommen. Ich wollte gerade herzhaft in mein Brötchen beißen, als eine ältere Krankenschwester ankam und meinte, dass ich noch nichts essen darf, da man mir noch Blut abnehmen muss.
Na, da wurde mir aber ganz anders, als ich die gefährliche Spritze in ihrer Hand sah.
Dann hat sie mir im Stehen das Blut abzapfen wollen. Natürlich habe ich den Arm im Reflex weggezogen.
Und diese Krankenschwester hatte nichts Besseres zu tun, als mir die Nadel in meinen Arm zu rammen.
Das hat höllisch wehgetan. Aber wenn ich nun dachte, damit wäre es vorbei, da habe ich mich geirrt.
Sie kam zurück mit einer neuen Nadel und diesmal musste ich mich hinlegen, damit ich so was Dummes nicht noch mal mache.
Es war ein schreckliches Gefühl, dieses Stück Eisen in meiner Vene und mir kam es urig lange vor, bis sie genug Blut hatte.

Tage später wurde mir unter Ortsbetäubung im Nacken ein Stück Muskelgewebe entfernt.
Es tat weh, als die Betäubung nachließ und ich konnte deswegen nicht schlafen. Wieder war es diese Krankenschwester, die mir ziemlich unfreundlich eine Schlaftablette aufdrängelte.
Aber schlafen konnte ich trotzdem nicht und die Schmerzen wurden stärker.
Die Diagnose wollte man mir nicht so recht sagen, da ich noch nicht erwachsen war. Na toll, dabei ging es doch um mich.
Sie waren sich nicht sicher, ob ich wirklich das habe, was sie gefunden haben, wo ich doch ein Mädchen bin.

Monate später musste ich deswegen nach Gießen in eine Fachklinik, die sich besser mit diesen Sachen auskennt, die ich gar nicht haben kann.
Hier hat man schlimme Sachen mit mir gemacht, die auch teilweise sehr weh taten. Ich habe dort fast nur geheult und wäre am liebsten abgehauen.

Ein Tag ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Ich hatte einen Termin und saß nun vor dem Sprechzimmer. Es war mir alles schon nicht geheuer, zumal ich auch nicht nein sagen konnte, weil ich noch nicht volljährig war. Andere haben über mich bestimmt.
Da saß ich nun vor diesem Zimmer, aus dem mir jämmerliche Laute entgegen kamen. Sie klangen zwar gedämpft wegen der geschlossenen Tür, aber mir war klar, dass da drinnen etwas Schlimmes passiert.
Die ganze Zeit war ich am Überlegen, ob ich einfach verschwinde. Aber ich hatte diesen Termin und ich habe damals schon meine Termine eingehalten.
Irgendwann ging die Tür auf und eine ältere Dame kam heraus. Sie war in Tränen aufgelöst und es schien mir, als ob sie auf der Flucht ist. Alles in mir schrie, es ihr gleich zu tun.

Während ich noch darüber nachdachte, kam der Arzt raus und bat mich in das Zimmer.
Er hat mir kurz erklärt, was er machen will und dann ging es auch schon los.
Erst hat er mir tief in das Muskelgewebe eine Nadel reingestochen, die mit einem dünnen Kabel verbunden war.
Er schaltete ein Gerät an und ließ Strom in meinem Arm, weil er sehen wollte, wie meine Muskeln darauf reagieren.
Erst war es nur ein Kribbeln, doch dann wurde es stärker und fing an, wehzutun. Kein Laut kam über meine Lippen, aber die Tränen liefen über mein Gesicht.
Mein ganzer Arm zog sich zusammen und ich musste daran denken, dass ich nicht geflohen bin, als ich es noch konnte. Wie dumm von mir. Meine Hand verkrampfte sich und sah aus wie eine alte steife Klaue.
Auf dem Gerät wurden irgendwelche Daten übertragen.
Es war eine große Erleichterung, als der Atzt die Nadel aus meinem Arm zog, auch wenn es eine Weile dauerte, bis alles wieder normal wurde. Wenn ich nun dachte, das wäre es gewesen, da habe ich mich gewaltig geirrt.

Das Schlimmste hat der Arzt sich zum Schluss aufgehoben. Diesmal war mein rechtes Knie dran. Wie er die Nadel rein stach, dies war schon sehr schmerzhaft. Als er dann meinte, dass er für eine Minute den Strom volle Pulle in mein Knie jagen wird, wusste ich nicht, wie lang eine Minute sein kann. Mein ganzes Bein zog sich zusammen und verkrampfte sich. Doch auch hier weinte ich stumm.
Die Minute schlich an mir vorbei und sie kam mir vor wie Stunden, und ich hatte schon Angst, dass mein Bein nie wieder grade wird oder einfach abfällt.
Und dann war es vorbei.

Als ich in der Lage war zu gehen, stand für mich fest, dass ich von hier verschwinden muss. Also bin ich auf mein Zimmer gerannt, habe meine Koffer vom Schrank gezerrt und meine Sachen rein gestopft.
Eine Krankenschwester kam dazu und nahm mir den Koffer wieder weg. Aber ich wollte trotzdem fort von hier, dann eben ohne Koffer.
Eine Studentin hat sich die nächsten Stunden um mich gekümmert. Sie ging mit mir in die Stadt Eis essen und danach nahm sie mich mit in ihre Wohnung zu ihren Meerschweinchen.
Meinen Fluchtgedanken habe ich erst mal auf Eis gelegt.

Drei Tage später wurde mir unter Ortsbetäubung an zwei Stellen ein Stück Muskelgewebe entfernt. Aber es hat nichts geholfen, die Diagnose war die Gleiche wie in Münster.
Endlich erfuhr auch ich mal, was ich denn nun habe. MUSKELSCHWUND.
Und dann hat man mir erzählt, was ich alles nicht machen darf, weil meine Muskeln sich abbauen und nicht wieder kommen.
Ja toll, nur hatte ich weder reiche Eltern, noch hatte ich ein dickes Bankkonto.
Ich stand ganz alleine da und musste schließlich von irgendetwas leben.
Und so richtig sind die auch nicht mit der Sprache rausgerückt
.
Also habe ich selber versucht, mich schlauzumachen. Aber wenn ich etwas in Büchern fand, dann nur das, dass man nicht älter wie zwanzig damit wird.
Das hieß für mich, keine zwei Jahre mehr und dann ist mein Leben vorbei.
Es gab auch niemanden, mit dem ich darüber reden konnte. Natürlich habe ich geheult und fand das nicht fair.
Da habe ich mir vorgenommen, dass ich Hundert werde.

Jahre später wusste man mehr über diese Krankheit und mir war klar, dass ich alt damit werden kann.
Und dass ich eines Tages im Rollstuhl lande, das fand ich nicht bedrohlich.
Heute hat sich viel in der Medizin getan und es sind auch manche Krebskrankheiten heilbar. Aber gegen den Abbau der Muskeln ist noch kein Kraut gewachsen.
Klar finde ich das manchmal blöd, weil es immer mehr Sachen gibt, die ich nicht mehr machen kann.
Reiten und Tanzen! Überall hingehen!
Ich weiß, dass es schlimmere Krankheiten gibt, nur meine will auch keiner haben.
Und was es bedeutet, wenn man körperlich nicht mehr so fit ist, das habe ich selber mit meinem Freundeskreis erfahren müssen.
Bei mir war und ist keine Familie im Rücken, die einen auffängt.
Auch wenn ich damit klar komme. Mal ganz ehrlich, ich hatte doch keine andere Wahl.
Dies ist eine Erbkrankheit vonseiten der Mutter. Tolles Geschenk!

02. August 2015 M. L. Giesen
Ich habe gerade bei-Wie das Leben so spielt- von Lisa Schniesko rein gelesen.
Wer mit 15 so über Gefühle schreiben kann, ja, es hat mir gefallen.
Ihr Schreibstil gefällt mir. Ich bin nicht bei Facebook, sonst hätte ich ihr das persönlich geschrieben.
02. August 2015 M. L. Giesen
Sieh an, nicht nur ich bin noch wach.
124 Gäste, wie kommt denn das? Naturlich bin ich darüber erstaunt.
Na, habt ihr alle neue und auch alte interessante Bücher gefunden?
Ich denke, beim Re Di Roma-Verlag ist für jeden etwas dabei.
Von Gedichte bis Kinderbücher und dazwischen gibt es auch noch eine Menge.

Und ich dachte schon, die Menschen lesen nicht mehr.

01. August 2015 M. L. Giesen
Heute habe ich etwas über einen Hund gelesen, der an der Autobahn wegen einem Knall weggelaufen ist, als seine Besitzer eine Rast einlegten und ihn ohne Leine aus dem Auto ließen.
Die Besitzer haben 14 Tage dort auf den Hund gewartet und ihn zum Schluss auch gefunden.
Jetzt entstand deswegen eine Diskussion bei t-online.
Manchmal lese ich die durch und ab und zu findet man auch etwas.

So wie dies hier: Vor nicht allzulanger Zeit hatten Naturvölker noch Menschen verspeist. Ich gehe mal davon aus, dass es ihnen nach dem Verzehr von solchen Hirnlosen wie euch wohl so auf den Magen geschlagen ist, dass sie damit aufgehört haben.

Natürlich sind unsere Tierheime überfüllt, das stimmt. Wenn sich dann Leute ein Tier aus dem Urlaub mitbringen und es landet dann hier im Tierheim, weil man mit ihm nicht klar kommt, das finde auch ich nicht in Ordnung.
Ansonsten muss das doch jeder für sich selber entscheiden.

Auch mir ist mal ein Hund abhandengekommen. Ich war fertig, weil ich dachte, Mandy sehe ich nie wieder. (5 kg Hündchen)
Auch ich habe alles in Bewegung gesetzt und alle meine Freunde haben sie gesucht. Sie war unauffindbar.

Irgendwann rief eine Freundin im Haus an, dass Mandy wieder da ist.
Was ist passiert? Normalerweise verliere ich keinen Hund.
Diese Freundin im Haus hatte auch zwei Hunde, einer davon war noch ein Welpe. Da sie arbeiten ging, habe ich ihre zwei Hunde mit zu meinen Gassirunden genommen. Der Welpe brauchte noch mehrere Mahlzeiten am Tag.
Also bin ich nach dem Gassi wieder in ihre Whg., um den Hund zu füttern. Da hatte ich noch alle vier Hunde.
Als ich zurück in meine Whg. ging, waren es nur noch drei.
Natürlich bin ich zurück in ihre Whg., nur im Kinderzimmer habe ich nicht nach gesehen. Wozu auch, wo doch die Tür zu war. Es war auch ruhig, wo Madam Mandy immer ihren Senf dazu geben muss.
Mandy war weg!

Hätte ich mal doch im Kinderzimmer nach gesehen, dann hätte ich mir so manches erspart. Die Tür muss vorher offen gewesen sein. Mandy ist dort rein und hat sich den Bauch vollgeschlagen mit Schokolade und Co. Ein Luftzug hat die Tür zugedrückt.
Sie hat auch keinen Pieps von sich gegeben, als die Familie zuhause war. Sie hat man erst entdeckt, als das Kind in das Bett musste.

Mandy war auch ein Hund gewesen, den keiner haben wollte. Sie ist etwas über 15 geworden.

Und ja, ich sammle mit dem Greifer die Hinterlassenschaften meiner Hunde ein. Es gibt Kotbeutel dafür bei Fressnapf.





01. August 2015 Lisa Schniesko
Hallo :D
Heute habe ich meine Autorenexemplare erhalten und ich bin wirklich begeistert!
Ich möchte mich besonders bei Herrn Bieter bedanken. Die Arbeit ist einfach toll geworden!
Des weiteren wünsche ich allen noch einen schönen sonnigen Tag :D

Liebe Grüße
Lisa :D
01. August 2015 M. L. Giesen
76 Gäste tummeln sich heute hier rum.
Vielleicht landet der ein oder andere bei mir.

Heute bin ich in einer eigenen Sache hier, die mir wichtig ist.
Ich sitze hier alleine in meiner Whg., war gerade mit den Hunden draußen. Es ist Wochenende, kein Anruf, keiner schaut mal vorbei.
Der Briefkasten bleibt auch leer, denn Briefe werden schon lange nicht mehr geschrieben. E-Mail, da ist es auch nicht anders.
Es geht mir gut und doch kommt manchmal dieses Gefühl, dass ich nicht gebrauchen kann. Einsamkeit!
Und das mir, die früher so viel Leute kannte. Ja, aber früher ist seit 2007 vorbei. Eigentlich hat es schon eher angefangen, schleichend.
Früher habe ich auch meine Leute besucht, irgendwie ging es da noch mit den Treppen.
Aber irgendwann ging das einfach nicht mehr. Da fing es langsam an, die Anrufe wurden weniger, zu mir kommen, dazu war meistens keine Zeit. Erst dachte ich mir nichts dabei. Und dann habe ich meine Leute darauf angesprochen, aber niemand bezog das auf sich.
So viele langjährige Freundschaften gingen in die Brüche, weil ich nicht mehr kommen konnte. Ich weiß, so etwas passiert nicht nur mir. Jeder kann einem etwas Ähnliches erzählen.
Natürlich habe ich versucht, mir einen neuen Freundeskreis aufzubauen. Nur, was ist dabei raus gekommen?
Ich bin trotzdem an sechs Tagen alleine. An einem Tag kommt eine liebe Freundin und bleibt lange. Nur telefoniert sie nicht gerne. Jetzt arbeitet sie sich sicher gerade durch Feuer und Stein.
Eine andere Person kommt nur, wenn man Hilfe braucht. In meinem Fall also dann gar nicht.
Selbst die, die in Berlin wohnen, schaffen es nicht, mal ab und zu zu mir zu kommen, obwohl sie nicht im Rollstuhl sitzen. Und mit dem Anrufen haben sie es auch nicht so.
Meistens rufe ich an. Ist auch blöd, ich weiß.
Es ist nicht leicht, neue Leute kennenzulernen, die auch bleiben, die anrufen oder schreiben.
Ich bin 62, nur für die Leute in meinem Alter bin ich zu jung im Kopf.
Es ist nicht mein Ding, über meine Wehwehchen zu diskutieren und mir Gedanken darüber zu machen, auf welchen Friedhof ich mal liegen will und was für einen Grabstein ich haben will.
Geht es noch? Ich bin noch nicht tot, auch nicht halb.
Und die jüngeren Leute, für die bin ich wieder zu alt, denken die.
Vielleicht geht es dem ein oder anderem so ähnlich.
Er oder sie kann mir gerne schreiben.
Aber eines möchte ich vorne weg klar stellen, ich bin solo und möchte das auch bleiben.
Ich suche nur nette Leute zum Reden, Lachen, Schreiben.

ma.ensiferum@t-online.de und ich heiße Lisa

01. August 2015 M. L. Giesen
Ich habe eine alte Geschichte gefunden, die vor zehn Jahren wirklich passiert ist.

Hündin Dora, 70 cm Schulterhöhe, 43 kg, schwarzes Fell.
Hund Freddy, 9 kg, 32 cm Schulterhöhe, hellbraunes Fell und Kulleraugen.

Sylvester? Nicht mein Ding. Und meine Hündin Dora mag es auch nicht. Da hat sie Schiss, wenn dann draußen gegrölt und geknallt wird. Dann wird sie ganz unruhig und grummelt in Freddys Hundehütt vor sich hin.
Ja, Hütte! Ich habe vor zehn Jahren eine Transportkiste für Freddy gekauft, damit er sicher verstaut ist, wenn ich nicht da bin. Gut, das Freddyken passt da 3x rein, aber dass Dora da rein geht und sich auch noch drin umdrehen kann, das hätte ich nicht gedacht. Man, ist diese Dame gelenkig.
Was der Anlass für das teure Teil war?
Ich saß damals so gemütlich in meiner Küche rum und habe...? Tja, das weiß ich nicht mehr. Auf einmal brüllte Freddy das ganze Haus zusammen. Das kann er gut- Brüllen, wenn es gefährlich wird.
Und an dem Tag war es gefährlich für ihn. LEBENSGEFÄHRLICH!
Sein kleiner Kopf steckte bei Dora im Maul fest. Mir war schon klar, dass er das nicht aus Langeweile mal ausprobieren wollte? Zugegeben, er steckt seinen Rüssel gerne in fremde Dinge. Ich glaube aber kaum, dass ein großes Hundemaul mit vielen scharfen Zähnen dazu gehört.
Vielleicht wollte Dora mal ausprobieren, wie Freddys so schmecken?
Nein, das glaubte ich auch nicht. Mal ganz ehrlich? Die Situation war für Freddy bedrohlich.

Dora hatte ich zu dem Zeitpunkt 14 Tage, da war sie etwas über zwei Jahre alt. Ihr alter Besitzer hat sich einen neuen Hund gekauft. Und ihre Macken wurden verschwiegen.
Und sie war gerade sehr mies drauf. Was sie im Maul hatte, wollte sie auf keinen Fall wieder hergeben. Was nun? Freddys Geschreie hat sie nur noch mehr angestachelt. Ich kannte dieses Tier noch nicht so gut und doch musste ich eingreifen.
Also habe ich mich auf den Boden geschmissen und versucht, ihr Maul aufzubekommen. Sie wollte ihre Beute nicht hergeben. Sie sah in dem Moment in mir eine Rivalin. Aber sie war mein Hund! Also musste ich mich trotz ihrem Knurren durchsetzen. Immerhin hatte sie ja noch Freddy im Rachen. Ich mir ihren Unter- und Oberkiefer gegriffen und versucht, ihr Maul zu öffnen.
Schon mal Tauziehen gemacht mit einem Elefanten? Es steckte eine Kraft in ihrem Kiefer und die ganze Zeit schrie Freddy wie am Spieß. So lange wie er das noch konnte, stand es gut um seine Überlebenschance. Ich musste meine ganze Kraft aufbieten, um dieses verflixte Hundemaul zu öffnen. Kraft, die ich eigentlich nicht hatte. Aber es ging wirklich um Leben und Tod.

Irgendwie habe ich es geschafft und Freddys Kopf befreit. Aber damit war es nicht vorbei. Dora war nicht begeistert davon. Freddy hat weiter gebrüllt, die Augen verdreht. Ich lag immer noch am Boden.
Schiebetüren waren da Freddys Rettung. Ich habe ihn in die Küche geschoben, Tür zu. Immerhin musste ihn noch vor Dora schützen. Der kleine Kerl stand total unter Schock. Dora hatte damals schon schöne weiße und vor allen große Zähne. Sie hat sie mir hemmungslos alle gezeigt. Aber es war mein Hund!
Und dann wurde ich fürchterlich sauer und habe sie angeschnauzt: „Du drohst mir? Man beißt nicht die Person, die einen füttert."
Ob sie das kapiert hat? Auf jeden Fall war sie wieder auf Null und hat nicht verstanden, dass ich böse mit ihr war. Ich habe sie ins Wohnzimmer gesperrt.
Dann bin ich zu Freddy in die Küche gekrochen. Er wollte erst nicht zu mir kommen. Der arme Kerl hat immer noch am ganzen Leib gezittert und dann war da noch das viele Blut, im Flur, in der Küche. Er hat lange Haare, auch im Gesicht. Mir blieb nichts anderes übrig, als die Schere zu nehmen und alle Haare im Gesicht radikal zu kürzen. Drei Eckzähne waren tief im Kopf gewesen. Man konnte richtige Löcher sehen. Erst fast in Doras Bauch gelandet und dann bekommt man auch noch einen hässlichen Haarschnitt verpasst.
Freddy wollte 14 Tage nicht zusammen mit Dora Gassi gehen. Das war blöd für mich. War ich froh, als er wieder langsam Vertrauen zu Dora fasste. Die Hütte war wichtig für ihn. Für mich auch. So konnte ich sicher sein, dass er noch lebt, wenn ich vom Einkaufen zurückkam. Es ist später noch zwei Mal passiert, dass Dora über Freddy herfiel.
Nie wieder einen gebrauchten Hund! Aber dies sind eh meine letzen Hunde.
Jeder andere hätte damals diesen Hund ins Tierheim gebracht. Ich bin nicht so. Wie Freddy bei ihr im Maul war, hätten auch viele einfach die Whg. verlassen, in der Hoffnung, das regelt sich von alleine.
Und heute sind beide über zwölf Jahre alt.




31. Juli 2015 M. L. Giesen
46 Gäste sind heute hier. Ist etwas passiert?
Ich hänge mal eine Geschichte mit dran, die ich mal vor einiger Zeit geschrieben habe und auch zu so einer Anthologie zu einem Verlag geschickt habe.

Sie ist NICHT für Kinder und meine zwei Männer sind schwul und es ist in unserer Zeit in Berlin.

METALMOONLIGHT

Endlich ist es Samstag!
Ich werde ein paar Stunden schlafen, bevor ich mich in das Nachtleben stürze. Ich gehe gerne in meine Lieblingsdisco, das SLY. Dort, wo der Metal zu Hause ist. Ob er wieder da sein wird?
In letzter Zeit muss ich immer öfter an diesen geilen Typen denken. Schwarze lange Haare, die das Verlangen in mir wecken, es zu durchwühlen. Ich schätze ihn auf Anfang dreizig, so wie ich.
Ob er wieder diese enge rote Lederhose anhaben wird, die meine Fantasie in den Nächten auf Trab hält. So wie sein halb geöffnetes weißes Leinenhemd, das mir letztens einen sinnlichen Anblick präsentierte, als ich so dicht an ihm vorbei ging, dass ich seinen heißen Atem im Nacken spürte.
Ich frage mich, was alles passieren kann, wenn wir beide unsere Mauern in uns niederreißen. Diesen melancholischen Blick in seinen grauen Augen kann ich nicht vergessen.
Stunden später stehe ich in freudiger Erwartung auf. Ich dusche, ziehe meine schwarze Lederhose an und meine dunkelbraunen Stiefel, die ich endlich vom Schuster abgeholt hatte. Für heute krame ich mein Lieblingshemd raus und bügel es. Ich mag diese hellbraune Farbe, die Schnürung vorne und die langen Rüschen an den Ärmeln. Es vermittelt mir einen Hauch von Verwegenheit. Noch schnell meine hellblonde Mähne trocken geföhnt, die ich heute offen tragen werde. Geld, Fahrkarte, Schlüssel, nichts vergessen?
Es ist kurz nach null Uhr, die richtige Zeit für mich.
Verlasse das Haus und eile zur U-Bahn Station Hallesches-Tor. Der Himmel ist klar, die Luft noch etwas warm von der Hitze des Tages. Ich bin mir der Blicke bewusst, die mir einige Männer zuwerfen. Aber ich habe kein Interesse. In meine Gedanken hat sich dieser Fremde aus dem Sly eingenistet.
Wie lange beobachten wir uns schon? Anfangs hat mich seine zurückhaltende, fast unnahbare Art geärgert. Ich kann nicht sagen, wann es in Neugierde umschlug?
Knarzig klingt die Stimme aus dem Lautsprecher, als ob sie neidisch auf mich ist. „Zoologischer Garten.“
Noch rechtzeitig fällt mir ein, dass ich hier raus muss. Ein Typ rempelt mich beim Verlassen der U-Bahn an. Er grinst und ruft mir hinterher: „Ich wünsche dir eine geile Nacht, Kumpel.“
Ich eile die Treppen hoch und folge ein Stück dem Kudamm, bevor ich links in die Joachimstaler abbiege. Ein Stockwerk rauf, an der Kasse den Eintritt bezahlt. Der Türsteher lächelt mich an und meint mit Blick auf meine Hose: „Scharfer Hintern.“
Ich beachte ihn nicht weiter und trete ein in meinen Metalhimmel. Ein Lied klingt gerade leise aus, als im Hintergrund die ersten Anschläge eines Schlagzeuges, begleitet von einer Gitarre sich in den Vordergrund drängeln. Ich eile auf die Tanzfläche. Mein Herz geht auf bei diesem langen Song.
Land Of The Giants von Axel Rudi Pell.
Ich stehe da und lasse die Töne in mich reinfließen, ankommen und gebe sie in meinen Bewegungen wieder frei.

Ist dies ein Traum oder eine Fantasie, die heute wahr wird.
Stimmen in der Nacht, sie rufen mich und dich.

Und ich muss bei diesen Zeilen lächeln, als ich denke, wie wahr sie doch sind. Es ist seine Stimme, die mich stumm ruft. Schon lange.
Ich mag dieses Gefühl, das meine offenen Haare mir geben, wenn sie sich im Takt des Sounds bewegen.
Leise verklingen diese Töne und ebnen den Weg für den nächsten Song.
Und dann läuft es mir heiß den Rücken runter. Er ist da!
Aus den Boxen dröhnt mir ein Lied entgegen, das ich besonders liebe.
You Make Me Feel von Bonfire.
Ich schließe meine Augen und lasse mich mit sinnlichen Bewegungen in diese gesungenen Zeilen fallen.
Jemand tanzt neben mir. Ich weiß, dass er es ist. Ich spüre es am schnelleren Schlag meines Herzens, an der Gänsehaut, die nicht nur von der Musik kommt.
Er legt seine Hände um meine Hüften, drückt sich näher an mich und bewegt sich im Einklang mit meinem Körper mit einer Harmonie, als ob wir ein Leben lang nichts anderes getan hätten.
Ich fühle seinen Atem auf meiner Haut, als er mir Zeilen des Songs in mein Ohr flüstert.

„Spät in der Nacht, wenn ich alleine bin,
fängt mein Herz an zu brennen, denn ich denke an dich.“

Mein Herz schlägt härter, als seine Wärme durch das Leder zu mir dringt. Sanft schiebt er sein rechtes Knie zwischen meine Beine, während wir uns weiter wie ein Wesen zu dem Rhythmus des Liedes bewegen. Er drückt seinen Oberschenkel in meinen Schritt, während er wie ein Raubtier seine Hüften bewegt und mich zwingt, seine erotischen Bewegungen mit zu machen. Seine Stimme flüstert rau:
„Ich bin zu lange von meiner Liebe entfernt gewesen.
Ich habe dieses Gefühl, tief in meinen Gedanken.“

Ich kenne jede Zeile dieses Liedes und doch hat es so eine andere Bedeutung für mich. Und ich denke, wie wahr diese geflüsterten und gesungenen Worte doch sind, als sich ein erwachendes Gefühl durch meine Lenden zieht. Es fühlt sich gut an.
Auch dass sich dieser fremde attraktive Mann so dicht an mich presst. Es fühlt sich richtig an und …, vertraut.
Mit einem Lächeln registriere ich, dass es ihm nicht anders als mir ergeht. Auch ich spüre seinen harten Penis in seiner engen roten Lederhose, als ich meinen Schenkel dagegen drücke.
Schon allein der Klang seiner erotischen Stimme lässt alle meine Bedenken dahin schmelzen wie Eis in der Sahara.
„Du lässt mich fühlen wie nie zuvor.“
Ja, ich spüre es, ich rieche und ich schmecke es, als er seine warmen Lippen sanft auf meine drückt. Dieser eine Kuss lässt die Glut in mir hoch auflodern. Er löst seine Lippen von mir und sieht mir tief in meine blauen Augen, als er erregt wispert:
„Du bist der Einzige, der mich in Trance versetzen kann.
Warum gibst du uns beiden nicht eine Chance?“
Unsere Körper sprechen die gleiche Sprache und diesmal bin ich es, der heiser antwortet:
„Ich brauche dich immer noch,
und ich möchte, dass du zu mir kommst.
Du lässt mich fühlen wie nie zuvor.“

Die letzten Töne des Songs verklingen, als wir uns tief in die Augen sehen und uns bewusst wird, dass wir einen Ort brauchen, wo wir die entfachte Glut in uns löschen können.
„Übrigens, ich heiße Dorian. Gehen wir“, äußert der geile Typ neben mir gerade.
So einfach. Zwei Körper. Eine Inspiration. Gehen wir?
Ich muss mich von diesen Gedanken losreißen, weil ich es immer noch nicht wirklich glauben kann.
Dorian lächelt mich an und nimmt mit einer Selbstverständlichkeit meine Hand und zieht mich mit. Ich sage mit rauer Stimme: „Remsen. Mein Name ist Remsen.“ „Ich weiß“, lacht er, als wir die Stufen hinunter eilen.
Doch statt auf die Straße geht er mit mir in die Tiefgarage. Vor einem knallroten alten Porschecabrio mit schwarzen Ledersitzen bleibt er stehen.
Galant hält er mir die Tür auf. Er grinst verschmitzt, als ich Mühe habe, mich in das enge Gefährt zu arbeiten. Er lacht, als ich von mir gebe: „Haben sie diesen tollen Schlitten für Zwerge gebaut?“
Leise schließt er meine Tür und begibt sich auf den Fahrersitz. Er steckt den Schlüssel ins Zündschloss und hält inne. Wie er mich ansieht. Ich seufze, als er sich zu mir rüber beugt und mich küsst.
So nebenbei öffnet er den Reisverschluss meiner Hose. Ich stöhne lustvoll auf, als seine warme Hand meine Hoden streichelt. Er wandert mit seiner Zunge meinen Hals runter, schiebt mein Haar zur Seite und knappert an meinem Ohr. Während er weiter meine Hoden streichelt, sanft knetet, singt er mit klarer Stimme.
„Is this a Dream or a Fantasy come true. (Ist dies ein Traum oder eine Fantasie)
Voices in the Night, (Stimmen in der Nacht)
they are calling me and you.” (sie rufen mich und dich)
Leise entgegne ich: „Und ich hörte das Flehen in deinen stummen Rufen und jetzt bin ich hier.“
„Ja Remsen, du bist hier“, lacht er und startet den Motor. Als ich meine Hose schließen will, meint er: „Nein, lass sie offen. Dein Schwanz gefällt mir.“ Als wir aus der Tiefgarage kommen, erwartet uns eine laue Sommernacht. Ich betrachte sein Profil.

„Gefall ich dir immer noch, mein Blondschopf?“
Ich sehe das verschmitzte Lächeln in seinen Mundwinkeln, als er an der roten Ampel zu meinem Penis rüber langt. Ein Bus von der BVG steht neben uns. Dorian lacht, als einige Fahrgäste uns ungeniert beobachten. Bei grün lässt er mein Glied los und gibt Gas.
Ich beobachte ihn amüsiert, wie er sich auf den Verkehr konzentriert und es immer wieder wagt, einen Blick auf mein Geschlecht zu werfen. „Ist es noch weit“, frage ich.
Er macht am Straßenrand halt und stellt den Motor aus.
„Nein, aber ich …“ Diesmal bin ich es, der seine Lippen auf seinen Mund drückt. Willig öffnet er ihn und heißt meine Zunge willkommen. Erst küssen wir uns sanft, doch dann wird unser Spiel der Lust härter. Ich sauge an seinen Lippen, lecke über ihre Konturen, während er wonnig knurrt. Grob beiße ich in seine Zunge. Ich mag seinen herben männlichen Geschmack, als sein Speichel sich mit meinem vermischt. Er hält mich nicht zurück, als ich seinen Ständer aus seinem engen roten Ledergefängnis befreie. Ich schließe meine Augen, als ich ihn mit meiner Hand erkunde.
Sein Stöhnen wird lauter, als ich seine Vorhaut runter schiebe. Ich streichle über seine Eichel, die sich feucht und prall gegen meine Finger drückt. Er zerzaust mein blondes Haar, als ich mich zu ihm runter beuge. Ich koste mit meiner Zunge seinen salzigen Geschmack, bevor meine Lippen seine Eichel umschließen.
Er bewegt seine Lenden, als ich genussvoll an ihr sauge, während meine Hand die Vorhaut rauf und runter schiebt. Er seufzt, als ich härter sauge, härter zupacke.
Seine Hand geht unter meinem Hemd und es macht mich an, wie er seine Fingernägel über meinem Rückgrat zieht. Meine Nackenhaare stellen sich auf und ich stöhne vor Lust. Dieses Gefühl jagt durch meine Lenden und endet in meinem Glied, das sich hart an meinen Schenkel drückt.

Dorian zieht meinen Kopf an meinen Haaren zu sich und stößt mir seine Zunge in meinen Mund. Wild und grob ist sein Kuss, während sich sein Samen über meine Finger ergießt. Sein Atem geht keuchend, als noch ein kurzer Strahl aus seiner Eichel schießt. Erleichtert seufzt er: „Es ist lange her.“
„Das soll ich dir glauben“, und knuffe ihn leicht in seine Rippen.
Statt einer Antwort startet er den Motor. Nachdenklich betrachte ich ihn. „Habe ich dich verärgert?“
„Nein, es ist mir hier zu eng. Bei diesen Verrenkungen kommen wir nicht weit. Ich will dich schon lange!“
Er streicht kurz zärtlich über meine Wange.
Amüsiert beobachtet er mich dabei, wie ich versuche, Ordnung in meine Kleidung zu bringen und in meine Gedanken. Leise murmelt er und doch vernehme ich seine Worte, die mein Herz schneller schlagen lässt.
„Du lässt mich fühlen wie nie zuvor.“
Was passiert hier mit uns, mit mir? Bin ich wirklich wach und fahre mit ihm durch die Straßen von Berlin? Oder bin ich gefangen in einem Traum, der Gestalt in der Realität annimmt?
Wir sind in Gropiusstadt auf der Suche nach einem Parkplatz. Als er endlich einen gefunden hat, muss ich lachen, als er mir meine Autotür aufhält und mir einen atemberaubenden Anblick beschert.
Eine ältere Dame, die ihren Dackel zu dieser ungewöhnlichen Zeit ausführt, keift ihn böse an. „So was wie sie sollte man einsperren. Kein Benehmen, was soll denn ihre Freundin von ihnen denken?“
In all der Aufregung, oder war es meine Anwesenheit, hat Dorian vergessen, seine Hose zu schließen. Und die Dame denkt, ich wäre eine Frau. Dies bringt mich zum Lachen, in das auch Dorian mit einfällt, als er den Übeltäter in seine rote Hose sperrt.
Nach einem intensiven Kuss schlendert er mit mir zu seinem Haus.
Dort erwartet uns eine unangenehme Überraschung. Alle Fahrstühle gehen nicht. Entschuldigend sieht er mich an.
„Wie hoch“, frage ich. Er druckst rum: „Sehe es mal so, ich habe einen tollen Blick über Berlin. Dies ist das höchste Haus in der Fritz-Erler-Allee.“ „Wie hoch?“ Kleinlaut äußert er: „Wenn du gehen willst, würde ich es verstehen. Es ist der achtundzwanzigste Stock.“ Abwartend sieht er mich an.
„Mit dir würde ich auch tief in die Hölle hinabsteigen. Aber ein Aufstieg in den Himmel hat doch auch etwas.“
Erleichtert lacht er und eilt mit mir Hand in Hand die Stufen hoch. Anfangs nehmen wir es noch mit Humor und knutschen bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Jede erklommene Etage wird mit einem Kuss gefeiert. Ab der sechzehnten werden wir langsamer, brauchen öfter eine Atempause. Es zieht schmerzhaft in den Beinmuskeln. Mein Herz hämmert gegen meine Rippen wie bei einem alten Mann. Aber ich habe nicht die Absicht, mich von ein bisschen steilem Beton in die Knie zwingen zu lassen. Nicht mit diesem Typen an meiner Seite, dem es nicht viel besser ergeht.
„Bin ich froh, dass ich nur im zweiten Stock wohne“, äußere ich in der fünfundzwanzigsten Etage.
Dorian keucht: „Und dies sagst du mir erst jetzt?“
„Och alter Mann, es sind doch nur noch drei. Und denke an deinen Parkplatz, der dann fort wäre. Passiert das hier öfter?“
„Nein, nur wenn ich einen scharfen Typ mit nach Hause nehme.“ Ich gehe auf seine Ironie ein und entgegne: „Jetzt verstehe ich deine Aussage: Es ist lange her. Ist wohl heute dein Glückstag.“ Er zieht mich lachend weiter.
Er lässt mir den Vortritt, als er seine Wohnung aufschließt.
Geheimnisvoll klingen seine leise gesprochenen Worte.
„Willkommen in meiner Welt.“

Er öffnet eine weitere Tür und ich halte den Atem an, als ich sie durchschreite. Ungläubig betrachte ich das große Zimmer.
Dunkelrote Vorhänge wehen leicht im Luftzug der offenen Fenster. Silbernes Mondlicht strahlt durch die Balkontür und lässt Schatten auf den weißen Steinboden tanzen. Alte schwere Möbel fristen ihr Dasein im Einklang mit der modernen Welt unserer Zeit.
Fasziniert starre ich auf das mittelalterliche Himmelbett, das in einer Ecke steht. Hier im zwanzigsten Jahrhundert umgibt mich ein zusammengewürfelter Hauch aus einer schon längst zu Staub verfallenen Epoche. Und doch passt es zu Dorian, der mit viel Liebe diese Stücke restauriert hat. Überall stehen hohe Kerzenleuchter. Verlaufenes Wachs offenbart mir, dass sie oft brennen. Eine Ecke nimmt ein offener verschnörkelter Kamin ein. Die Heizkörper sind hinter kunstvoll geschnitzten Holzwänden versteckt.
Und er scheint Drachen zu lieben, wenn ich die Figuren betrachte.
Ich bin mehr als beeindruckt und es ist mir, als ob ich endlich angekommen bin. Dorian steht hinter mir. „Schön, dass dir meine Bude gefällt. Fühlst du dich noch fit für einen Tanz mit mir?“
Erst jetzt fällt mir die glänzende Metallfläche in der Mitte des Zimmers auf, an deren Ecken große Standboxen stehen. Dorian schiebt eine Kassette ein, während ich wie in Trance auf die Tanzfläche gehe.
Aus den Boxen erklingt leise Remember Yesterday von Hammerfall. Ich kenne den Schluss dieses Liedes und verstehe die Botschaft, die Dorian mir vermitteln will.

Lebe niemals eine Lüge.
Du weißt nicht, ob das Morgen kommt.

Und mir wird bewusst, dass ich diesen schwarzhaarigen Typen liebe. Engumschlungen tanzen wir und Dorian flüstert: „Tausend Mal und mehr habe ich dich geliebt und verloren. Tausend mal bin ich gestorben und wurde wiedergeboren. Und immer war ich auf der Suche nach dir. Remsen, ich liebe dich. Du berührst meine Seele.“
„Ich fühle wie du“, entgegne ich mit rauer belegter Stimme.
Ich vernehme sein erleichtertes Seufzen, als ich mich auf die Knie runter lasse. Mit zittrigen Fingern versuche ich, diesen verdammten Reisverschluss von seiner roten Lederhose aufzubekommen.
Dorian lacht: „Daran müssen wir noch etwas arbeiten“, und hilft mir. Langsam ziehe ich ihm das rote Leder runter, während im Hintergrund Uriah Heep uns mit Lady in Black berieselt.
Und doch, ich liebe auch diesen Song und betrachte den schwarzen Pelz vor mir, woraus trotzig wie ein Turm Dorians hartes Glied sich mir entgegen reckt.
Niemand von uns hat das Verlangen diesen Ort zu verlassen, als die letzten Töne verklingen und Stille uns umgibt, ab und zu durchbrochen von unserem leisen Stöhnen.
Ich fühle mich so lebendig, wie aus einem langen Schlaf erwacht, als ich mit meiner Zunge seinen Schaft entlang gleite und mich langsam zu seiner Eichel hochlecke. Ich erkunde jeden Millimeter seiner Haut. Es erregt mich, wie das Blut durch seinen Penis pulsiert. Sein Stöhnen wird lauter und dieses geile Lied lässt auch mich vor Lust aufseufzen. Leicht bewegt er seine Hüften, als ich seinen Ständer in meinen Mund aufnehme. Mein Herz schlägt schneller, als ich an seiner Eichel sauge. Heiß läuft es mir den Rücken runter, als er lustvoll aufschreit. Noch hält er sich zurück, will dieses Gefühl auskosten. Ich sauge härter, schneller, während ich seine Hoden knete. Schweiß bedeckt unsere Körper und ich atme gierig seinen Geruch ein. Ich spüre, wie er kommt und diesmal trinke ich seinen Saft, lecke jeden Tropfen von seiner Eichel, von seinem Schaft. Noch einen Augenblick knie ich vor ihm und betrachte sein schönes Geschlecht. Als ich zu ihm aufblicke, erkenne ich nur Liebe in seinen grauen Augen.

Ich erhebe mich und folge ihm zu diesem Himmelbett. Er zieht seine Vorhänge zu und fängt an mich zu streicheln. Ich schließe seufzend meine Augen und lasse mich fallen.
Er beginnt, mich mit seinem Mund zu erkunden. Sanft knabbert er an meinen Lippen und gleitet mit der Zungenspitze an meinem Hals lang. Ich halte den Atem an, als er meinen Warzenhof leckt.
Laut stöhne ich auf, als er an meinem Nippel nuckelt. Er bemerkt mein Verlangen nach mehr und saugt härter. Mein Atem geht schneller, als seine Hand über meinen Bauch wandert. In freudiger Erwartung hebe ich mein Becken an, als warme Finger die Eichel meines harten Gliedes berühren. Es macht mich geil, diese Lust mit ihm zu erleben. Hemmungslos stöhne ich: „Worauf wartest du?“ Er lässt meinen Nippel los und schiebt mir seine Zunge in meinen Mund. Es macht mich an, unser beider Geschmack auf meiner Zunge, während er seine Hand fest um meinen Schaft legt. Langsam schiebt er meine Vorhaut rauf und runter. Ab und zu hält er inne und streicht mit einem Finger über meine Eichel. Als er seine Hand wie eine schützende Mauer um mein Glied legt, überschwemmen mich unglaublich geile Gefühle. Sie jagen durch meine empfindlichen Nerven und sammeln sich in meinen Lenden, wo sie explosionsartig durch meine Eichel Erlösung finden, als mein Sperma sich über seine Finger ergießt. Lustvoll keuche ich auf und versinke in den liebevollen Blick seiner lächelnden Augen.

„Wie sieht es aus, hast du noch Zeit“, fragt er mich scheu. Ich hole tief Luft, bevor ich antworte: „Ich habe noch ein paar Tage Urlaub und bei mir wartet nichts auf mich.“
„Dann ist es abgemacht, du schläfst bei mir und danach werden wir frühstücken oder so ähnlich.“

Seit dem Tag sind viele Samstage an mir vorbei gezogen. Das Sly gibt es schon seit über zwei Jahrzehnten nicht mehr.
Aber uns gibt es noch. Irgendwann habe ich meine Wohnung gekündigt und bin zu Dorian gezogen. Dorian, der meine Seele berührt hat. Damals und auch noch heute.
Wir sind älter und er ist ein bisschen grau geworden. Aber es passt zu ihm. Nur den roten Porsche haben wir irgendwann gegen ein bequemeres Gefährt eingetauscht. Die Fahrstühle sind öfters noch ausgefallen. Aber wir lieben beide diesen weiten Ausblick über Berlin, und diese Wohnung, die sich kaum verändert hat.
Unsere Liebe trägt uns, wie am ersten Tag. Und ich finde, dass sie stärker geworden ist im Wandel unserer schnell lebenden Zeit.
Glaubt an die Liebe und an dem Metal! Beides zusammen überdauert alles.
Mein Name ist Remsen und dies ist meine Geschichte.



31. Juli 2015 M. L. Giesen


Gestern war eine Freundin hier und wir haben uns mal wieder über einiges amüsiert. Wir haben, was auch sonst, im vierten Drachenkriegerteil gelesen. Ich gebe es zu, mit dem M und N stehe ich etwas auf dem Kriegsfuß. Na gut, MIR und MICH mögen mich auch nicht so. (Nein, ich bin kein Berliner.)
Immer wenn ich denke, ich habe es, muss ich später feststellen, dass es nicht immer so hinhaut. Wenn ich hingehe, ist es ein N, wenn ich schon da bin, ist es ein M. (?)
Also: Ich gehe zu den Stuhl – Ich sitze auf dem Stuhl.

Ich glaube, man kann es mir 100 Mal erklären, ich kann es mir einfach nicht merken.
Aber dafür reitet ein Pferd bei mir nicht und dies ist doch auch etwas wert.
Es gab auch mal eine Zeit, da habe ich auseinander auch auseinander geschrieben. (aus ein an der)
Ach ja, diese verflixte Rechtschreibung!
Anfangs habe ich auch so geschrieben, wie ich spreche. Ich meine, man hat sich so gewisse Sachen angewöhnt.
Ein Beispiel- Ich flüster.
Der Duden schreibt, dass es- Ich flüstere- heißen muss. Na gut, wenn er das meint. Oder das daß jetzt mit zwei ss geschrieben wird, eben halt- dass. Gedruckt, kann ich mit leben. Aber erst fand ich, dass es mit der Hand geschrieben doof aussieht.

Und doch finde ich in gekauften Büchern, die lektoriert wurden, den ein und anderen Fehler. Da frage ich mich, wie ist denn das passiert, immerhin bekommen sie Geld dafür.
…“, flüsterte er lautlos. Ja, lautlos. Habe ich gefunden, wo, das verrate ich nicht.
Habe mal im Netz nachgesehen. Für mein Buch hätte ich ab 1225€ bezahlen müssen. Das Geld habe ich nicht, woher auch.
Ich habe mein Schreib- und Grammatikprogramm und Freundinnen, das muss reichen.
Obwohl das Grammatikprogramm manchmal seltsam ist. Es kennt eben keine Fantasy.

Nein, wir haben jetzt nicht den ganzen Tag nach Fehlern Ausschau gehalten. Nur ein bisschen und dann sind wir zu Altair gegangen. Dies war das erste Spiel, dass ich gespielt habe. (Assassins Creed) Ja, es ist so, ich spiele und meine Freundin guckt zu. Langweilig? Nein, ist es für sie nicht. Sie kann nicht spielen. Sie hat das Vergnügen, ich die Arbeit. (schmunzel)
31. Juli 2015 Manfred Kurt Buchner
31.7.2015

Fertig! Habe meinen Gedichtband "Dichte Gedichte" zu Ende geschrieben und bin nun gespannt, was Herr Bieter da draus zaubert. Meine Ideen, die ich dazu hatte, waren wohl allzu sehr aus der Luft gegriffen und Herr Bieter hat mich, wie schon des Öfteren, wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nicht alles, was einem gut erscheint, ist unter dem Strich auch richtig!! Trotzdem bin ich auch diesmal wieder angenehm überrascht, wie schnell und professionell das Rediroma-Team arbeitet!! Nun erwarte ich mit Spannung mein Musterbuch und die ersten Reaktionen nach dem Erscheinen. Meine beiden anderen Bücher, die ich hier verlegen ließ, laufen einigermaßen gut und ich bin soweit zufrieden. Nun bin ich ja durch den Gedichtband, der am Kommen ist, nicht mehr zweigleisig unterwegs und kann mich voll und ganz auf mein anderes Projekt stürzen, dass sicher noch einige Zeit in Anspruch nimmt. ....und im Hinterkopf wächst schon wieder etwas, was mir meine Frau eingeimpft hat! Doch dazu später mehr! Alles nach und nach und mit Geduld.......Gut Ding will Weile haben,oder?
30. Juli 2015 Luise Maria Ruhdorfer
Ich bin auf meiner Homepage ruhdorferluisemaria.npage.de wieder präsent. Dort erfahren Sie mehr über meine sechs Bücher, die großteils bei Amazon verfügbar sind. Ich wünsche Ihnen tiefgehende Leseerlebnisse, egal, ob Sie sich meine wissenschaftlichen Sachbücher über geistliche Volksschauspiele und die Romanfiguren bei Florjan Lipus(ch) oder meine literarischen Werke zu Gemüte führen.

Das sagen unsere Autoren

  • Danke an Herrn Bieter, für die wertvolle Unterstützung! Von dem Moment, an dem ich aus Buchstaben Worte machen konnte, habe ich alles mögliche geschrieben. Kurzgeschichten, Gedichte und auch den ein oder anderen Anfang für einen Roman. Für mich war klar, eines Tages möchte ich mal ein Buch veröffentlichen. Fehlendes Selbstwertgefühl hat mich viele Jahre daran gehindert, da ich mir sicher...
    Iona Allan
  • Dana Twin Meinung über den Rediroma-Verlag: Mit freundlicher Unterstützung des Rediroma-Verlages wurde aus einer für den Privatgebrauch verfassten Geschichte ein Fantasy-Roman mit dem Titel „IM DRACHENFEUER“. Für die unkomplizierte Zusammenarbeit sage ich herzlichen Dank. Sofern es zu einer Fortsetzung der Erzählung kommt, wende ich mich gerne wieder an diesen Verlag. ...
    Dana Twin
  • Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei Herrn Bieter und seinem Team für die äußerst professionelle Abwicklung und Durchführung des Projekts bedanken. Die Fragen wurden immer schnell und ausführlich beantwortet. Manchmal dachte ich wirklich, dass Herr Bieter neben mir am Schreibtisch sitzt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt absolut. Ich fand es klasse, dass meine Ideen auch berücksichtigt...
    Bettina Kanthak

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