Die lebendige Anomalie - Band II/2
Eine Rekonstruktion und Interpretation des Lebens und der geistigen Entwicklung von Carl Gustav Jung
von:Massimo Ulivari
Beschreibung
Im vorliegenden Werk wird der Versuch unternommen, Jung als einen Klassiker des Denkens zu präsentieren sowie seinen Beitrag zu erforschen und zu deuten. Der Autor dieser Arbeit hat sich nach der Promotion in Philosophie im Laufe mehrerer Jahre Jungs Psychologie in eigener Weise angeeignet und sie auch weiterentwickelt. Wie beim Studium eines Klassikers wird der Leser Schritt für Schritt in die einzelnen Lebens- und Schaffensphasen Jungs geführt, damit diese in ihren persönlichen und theoretischen Aspekten möglichst lebendig und anschaulich werden. Die meisten seiner Texte finden Berücksichtigung und werden, wenn nötig, auch sehr detailliert erörtert. Der Unterschied zwischen der eigenen Interpretation des Autors und der eigenständigen sowie sachlichen Entwicklung des Psychologen wird jedoch stets deutlich vor Augen gehalten. Ein bislang noch nie unternommener Versuch besteht in der mit philologischer Genauigkeit vollzogenen Rekonstruktion der chronologischen Entwicklung der einzelnen Werke. Bekanntlich hat Jung wiederholt im Lauf seines Lebens seine Bücher und zahlreiche Einzelbeiträge mehrfach revidiert, verändert und erweitert.
Der zweite Teil dieses Bandes beschreibt Jungs langsame und gleichsam zögernde Versuche im theoretischen Bereich, die zu einer ersten Entfaltung seiner Psychologie führen. Ein erster therapeutisch-weltanschaulicher Weg beschreibt eine Entwicklung, die ihren Höhepunkt hauptsächlich in Die Beziehungen zwischen dem Ich und dem Unbewussten (1928) findet. Nur der erste Teil dieses Buches wird im vorliegenden Band behandelt, und seine Strukturierung wird anhand der Vorarbeit „Die Struktur des Unbewussten“ (1916) nachvollziehbar rekonstruiert. Durch eine sorgfältige Interpretation und den ständigen Vergleich der Textvarianten werden die Grundelemente des Unbewussten, die dazugehörigen Assimilationsversuche sowie ihre entsprechenden weltanschaulichen Implikationen dargestellt. Besondere Berücksichtigung findet auch der prägnante Beitrag „Die transzendente Funktion“ (1916), den Jung erst am Ende seines Lebens drucken ließ. Die Auseinandersetzung mit dem Unbewussten gewinnt hier die Züge einer „Hermeneutik“ des Psychischen.
Der zweite, erkenntnistheoretische Weg hat sein Zentrum im Buch Über die Psychologie des Unbewussten (1943), dessen inhaltlich wesentliche Auflagen bereits 1917 und später 1928 unter unterschiedlichen Titeln erschienen. Diese Auflagen hatten ihrerseits den Aufsatz „Neue Bahnen der Psychologie“ (1912) zur Grundlage. Schritt für Schritt wird der Leser in den Aufbau dieses gesamten Komplexes geführt, der circa dreißig Jahre umfasst. Jung befasst sich hier anhand einer originellen und vermittelnden Perspektive mit den Beiträgen Adlers und Freuds und gewinnt dadurch ein eigenes Profil als Theoretiker der Psyche. Methode des psychotherapeutischen Verfahrens und Struktur des Archetypischen stehen im Zentrum der Ausführungen.
Der zweite Teil dieses Bandes beschreibt Jungs langsame und gleichsam zögernde Versuche im theoretischen Bereich, die zu einer ersten Entfaltung seiner Psychologie führen. Ein erster therapeutisch-weltanschaulicher Weg beschreibt eine Entwicklung, die ihren Höhepunkt hauptsächlich in Die Beziehungen zwischen dem Ich und dem Unbewussten (1928) findet. Nur der erste Teil dieses Buches wird im vorliegenden Band behandelt, und seine Strukturierung wird anhand der Vorarbeit „Die Struktur des Unbewussten“ (1916) nachvollziehbar rekonstruiert. Durch eine sorgfältige Interpretation und den ständigen Vergleich der Textvarianten werden die Grundelemente des Unbewussten, die dazugehörigen Assimilationsversuche sowie ihre entsprechenden weltanschaulichen Implikationen dargestellt. Besondere Berücksichtigung findet auch der prägnante Beitrag „Die transzendente Funktion“ (1916), den Jung erst am Ende seines Lebens drucken ließ. Die Auseinandersetzung mit dem Unbewussten gewinnt hier die Züge einer „Hermeneutik“ des Psychischen.
Der zweite, erkenntnistheoretische Weg hat sein Zentrum im Buch Über die Psychologie des Unbewussten (1943), dessen inhaltlich wesentliche Auflagen bereits 1917 und später 1928 unter unterschiedlichen Titeln erschienen. Diese Auflagen hatten ihrerseits den Aufsatz „Neue Bahnen der Psychologie“ (1912) zur Grundlage. Schritt für Schritt wird der Leser in den Aufbau dieses gesamten Komplexes geführt, der circa dreißig Jahre umfasst. Jung befasst sich hier anhand einer originellen und vermittelnden Perspektive mit den Beiträgen Adlers und Freuds und gewinnt dadurch ein eigenes Profil als Theoretiker der Psyche. Methode des psychotherapeutischen Verfahrens und Struktur des Archetypischen stehen im Zentrum der Ausführungen.
Artikeldetails
| ISBN | 978-3-69243-079-9 |
| Seiten | 334 |
| Genre | |
| Autor | Massimo Ulivari |
| Erscheinungsdatum | 15.06.2026 |
| Preis | EUR 19,95 |
Weitere Bücher des Autors
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