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Louis Blackmores Buchveröffentlichung "The Neandertal Collection"


Vorwort

Das Neandertal ist heute ein zentraler Ort für das Verständnis der menschlichen Entwicklungsgeschichte. Es ist darüber hinaus aber auch ein besonderer Ort der Naturgeschichte und des Naturerlebens. Bereits im 19. Jahrhundert war es lange vor der Entdeckung des Neanderthalers berühmt für seine landschaftliche Idylle und seine ökologischen Besonderheiten. Die ursprüngliche Schönheit des Tales hat aber nur in künstlerischen Arbeiten der Düsseldorfer Malschule überlebt, da der Steinbruchbetrieb die Topographie des Ortes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts radikal zerstörte. Heute hat sich die Natur den Ort Stück für Stück zurückerobert. Bereits 1921 wurde das Neandertal unter Naturschutz gestellt und konnte erneut zu einem natürlichen Refugium werden. Louis L. Blackmore fasziniert das Thema Landschaft seit vielen Jahren. Das Fotografieren ist seine große Passion und er hat sich mit großer Vorsicht und Geduld der natürlichen Schönheit des Neandertales genähert. Dabei ist es ihm gelungen, verborgene Winkel zu entdecken und Momente festzuhalten, die selbst gute Kenner des Tales in Erstaunen versetzen. Beim Blick durch die Kamera von Louis L. Blackmore wird die Landschaft selbst zur Kunst. Seine Arbeiten sind ein Beweis dafür, dass im Neandertal, dessen bewegte Geschichte in den vergangenen 150 Jahren vor allem von der Zerstörung geprägt war, wieder Orte voller landschaftlicher Harmonie und von faszinierender Schönheit zu finden sind. Dies ist eine Chance für die Zukunft des Tales, und die Bilder von Louis L. Blackmore erinnern uns daran, diese Chance ernst zu nehmen.

Prof. Dr. Gerd-Christian Weniger
Direktor des Neanderthal Museums, Mettmann


Einleitung

Die Fotografie beherrscht heute weitgehend unser Leben. Wir verdanken ihr Informationen, Erkenntnisse und bleibende Erinnerungen - betont realistisch, auf Verführung abgestimmt oder als Ersatz für eigene Erlebnisse. Wie ein Fotograf darüber hinaus zu individuellen künstlerischen Ergebnissen kommen kann, zeigen die in diesem Bildband präsentierten Werke von Louis L. Blackmore, der vorwiegend den Impressionismus, bisher Malern vorbehalten, mit der Kamera nachempfindet. In seinen abstrakt gestalteten Fotografien sind jedoch auch Spuren des Surrealismus zu entdecken, wodurch der Künstler erreicht, dass seine Arbeiten reizvoller, wenn nicht sogar noch hintergründiger zur gewollten Gestaltung gebracht werden. Immer wieder ist Wasser eines der bevorzugten Motive von Louis L. Blackmore, das er als Symbol des Lebens deutet und aus dieser Sicht feinsinnig betrachtet. Quellen oder Wasserfälle, umgeben von einer märchenhaften Naturkulisse, dominieren auf vielen seiner meist großformatigen Fotografien, die durch Komposition und Farbgebung, aber auch mit Hilfe technischer Möglichkeiten an Gemälde erinnern.

Ebenfalls Landschaften und Tiere verhelfen Louis L. Blackmore dazu, mit Fantasie, Kreativität und Sensibilität geheimnisvoll wirkende Bilder entstehen zu lassen, in denen auch exotisch anmutende Blumen die Vielfalt des Dargestellten bereichern. Nicht zu übersehen ist der gekonnte Umgang mit der Kamera. Wie die Werke der bildenden Kunst, möchten auch die Fotografien von Louis L. Blackmore den Anspruch auf mehrfache Betrachtungen geltend machen, denn im wiederholten Anschauen liegt das Geheimnis des Erkennens bildnerischer Werke - auch in der Lichtbildkunst. Der vorliegende Bildband gibt Gelegenheit dazu.

Alfred Kruchen
Kunstkritiker

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